Radeln, Laufen, Wandern ... mit Android

Die besten Apps für Aktiv-Reisen und Training

Update November 2011:
Diese Zwischenmeldung vorweg - für Leute, die schon ein wenig im Thema eingearbeitet sind:

Für Rad- und Wandertouren (nicht für Sport, Lauftraining) sind sich inzwischen die User weitgehend einig. Es gibt genau 2 großartige Apps dazu, eine aus Spanien, eine aus Tschechien:
1. OruxMaps
2. Locus
Eine aktuelle Diskusion, was besser ist, findet sich in einer diskussion bei android-hilfe.de

Vorteile OruxMaps:
- Bessere Anzeigen (z.B. Geschwindigkeitsanzeige am Hauptbildschirm)
- Mit den Altversionen von MOBAC kann man über einen PC Offlinekarten downloaden, womit Oruxmaps bestens arbeitet.
(Genauers dazu unten.)

Vorteile Locus:
- Über Locus ist Routing möglich: Routenvorschläge von A (über B1, B2 ...) nach C, auswahlweise für Auto, Rad, Wandern
- Locus bietet rudimentär Navigation (Sprachleiten zu einem Ziel) an.

Beide Apps haben in diesem Jahr 2011 hervorragende Updates bekommen. Z.B. ist die Routenführung inzwischen sehr gut gelöst. Man kann bequem direkt über die App Offlinekarten herunterladen. Bei beiden kann man z.B. von GPSies bequem vorgegebene Routen herunterladen ...

Obwohl ich naturgemäß Böhmen-Fan bin, ein leichtes Plus in der Handhabung sehe ich immer noch beim spanischen OruxMaps. (Aber das wird nur meine Gewöhnung an das ältere App sein;-)

NEU - Vektorkarten sparen Speicherplatz:
Locus und Oruxmaps bieten inzwischen beide die Möglichkeit an, Vektorkarten herunterzuladen, die offenbar sehr viel weniger Speicherplatz brauchen als Rasterkarten! Grob geschätzt: 10 %.
(Und - wie man hört - sind diese auch mit sehr guter Auflösung stufenlos zu zoomen. Aber das kann ich selbst nicht korrekt einschätzen.)
MOBAC scheint also schon überholt. Wobei momentan noch die Vielfalt an Karten für MOBAC spricht (jedenfalls die frühen MOBAC-Versionen haben diese Vielfalt).

Bei Locus geht ein vernünftiger Download mehrerer Karten nur kostenpflichtig: http://uploaded.to/register

Oruxmaps bietet ihn dagegen über mapsforge kostenlos an:
Über PC ist so ein schnelles Herunterladen ganzer Länder möglich, was mit MOBAC völlig unmöglich wäre. Deutschland hat z.B. 1,0 GB, Polen 285 MB, Italien 425 MB). Als Kartenrendering geht derzeit offenbar am PC leider nur die Version Osmarender, die für Rad- und Skitouren wenig geeignet ist.
Direkt im App scheint Mapnik, Opencyclemap und Osmarender möglich zu sein. Habe testweise Kartenteile heruntergeladen, hat prima funktioniert.

Update Juli 2011:
Fast alle unten analysierten Apps haben mehrere Updates bekommen. Diese kann ich im Einzelnen nicht analysieren. Aber ich denke, dass die hier gegebenen Grundinformationen weiter gelten.
Insbesondere bleibe ich bei meinem Präferenz-App: Oruxmaps für die Touren im Ausland (Offlinekarten; Aufzeichnung und Ablesen von Tracks, Routenführung, Analyse des Tracks direkt am Handy). Zumal die unten kritisierten mangelhaften Datenanzeigen sich mit den Updates erheblich verbessert haben.

Update Juni 2011: Neu: Locus
Die App ist in einer Hinsicht ein riesiger Fortshritt zu Oruxmaps, andererseits in mehrfacher Hinsicht doch keine echte Alternative. Aber ich möchte Euch auf keinen Fall diese neuere Entdeckung von einem Bekannten vorenthalten. Er schreibt mir:
" .... habe ich noch eine interessante Alternative zu Orux gefunden:
Das Android Programm heißt Locus und gibt es in einer mit Werbung versehenen Version gratis oder als Kaufversion für knappe 4 Euro.
Von den Funktionen her nicht so umfangreich wie Orux, dafür intuitiv zu bedienen, ebenfalls große Kartenauswahl und die Offlinekarten können direkt am Smartphone (am besten mit WLAN) erstellt werden, ohne den Umweg über Mobile Atlas Creator zu gehen, der bei mir ganz schön viele Faxen macht.
Was an dem Tool sehr toll ist: Man kann eben auch einfach Tracks in kml oder gpx Format laden und nachfahren, also genau das, was ich eigentlich gesucht habe, ohne großen Schnickschnack drumherum."
Ein ebenfalls begeisterter Bericht findet sich in: http://www.die-ritters.de/blog/gps-tracking-mit-android-handy-und-locus.sturkopf.
Kurzbeschreibung + Bewertung ist zudem in:
http://www.navigation-professionell.de/locus-outdoor-app-android-5/ Tatsächlich geht das spontane Herunterladen von offline-Karten sehr einfach und schnell und das ist der riesige Vorteil.
Für Sportler aber untauglich, denn man hat keine Angaben zur zurückgelegten Entfernung, Geschwindigkeit etc. am Display.
Zudem ist die Kartenauswahl sehr beschränkt (erwähnenswert fast nur die OSM-Varianten).
Noch nicht nachgeprüft: Laut Bewertungen hat locus einen sehr hohen Akku-Verbrauch.

Hier der Beginn des Artikels:

Mehrere Sommer-Monate 2010 beschäftigte ich mich intensiv mit GPS-gesteuerten Begleitern für Wander- und Radtouren- bzw. für Lauf- und Rad-Training. Die Hardware ist das Android-Handy HTC-Hero, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Ich bin Reiseveranstalter und Reiseleiter von Aktivreisen (www.boehmen-reisen.de), auch privat Lauf- und Rad-Freak und (vom Studium her) Mathematiker, der gerne sein altes Wissen bei Trainingsanalysen testet.
Ausprobiert habe ich die verschiedenen Apps vor allem auf kurzen Radausflügen und auf Trainingstouren, bei denen ich mein HTC am Radlenker befestigt hatte. Zudem bis Oktober bei Radtouren und seit Dezember 2010 bei Skilanglauftouren im Böhmerwald.
Lange Zeit verbrachte ich zudem am PC, um die Funktionen der Apps zu vergleichen.

Was ich beurteile:
Es sollen hier nur die guten von knapp 20 getesteten Apps erwähnt sein. „Die guten“ meint gut im Sinne von effizienter Funktion (insbesondere Ablesbarkeit)  bei der Tour, guten Analyse-Möglichkeiten nach der Tour (am PC) und Brauchbarkeit für künftige Touren („Nachfahren“; Ausdruckmöglichkeiten der Strecken und Höhenskizzen zur Veranschaulichung für Reisegäste). Ein besonderer Punkt war noch Offline-Verwendbarkeit.

Was ich nicht beurteile  (beurteilen kann):
Extravagante Zusätze interessierten mich weniger. Ich analysiere also nicht, ob eine App beim Lauftraining Musikbegleitung zur Verfügung stellt und wie gut dabei die Musikqualität ist. Auch Geocachingfuntionen, das Hochladen auf facebook etc. waren für mich erstmal nicht von Interesse.
Wichtig sind natürlich GPS-Empfang und Batterieverbrauch. Aber es wäre vermessen, wenn ich dazu meine subjektiven Erfahrungswerte mit meinem HTC-Hero als verifikant hinstellen würde. Am Ende unter Fazit erzähle ich allerdings in Zusammenhang mit einem Vergleichs-Crashtest, den ich mit 6 Trackern gemacht habe, auch von den Werten Batterieverbrauch und GPS-Empfang.

Was ich schnell gelernt habe:
Es gibt viele (sich ähnelnde) Gratis-Apps fürs Trainingsanalyse und nur ein paar wenige Apps für Wander- und Radtouren. 
Eine App, die beiden genügt, gibt es leider (noch) nicht.
Dass dies notwendig und sinnvoll wäre, erläutere ich am Ende unter „Fazit“.

Ich muss hier also leider trennen und die Apps in 2 sehr unterschiedliche Gruppen einteilen:
1. Geeignet für Reisen (auch im Ausland).
2. Geeignet für Trainingsstrecken und Trainingsanalyse Zuhause.

Ich nehme es gleich vorweg. 2 Apps ragen absolut positiv heraus. Zum einen die spanische Oruxmaps, die ich als erste beschreibe. Zum anderen (mit Einschränkungen) die kostenpflichtige App aus München: „Run.GPS Trainer UV Pro“. Zu dieser ganz am Ende.

Dazwischen stehen viele Apps, die z.B. aus Schweden, UK oder den USA kommen. Positiv herauszuheben ist da am ehesten SportTracker.

 

1. Wander/Radtouren (auch im Ausland - Offlinekarten):

Oruxmaps
Das beste dieses Gratis-App: Man kann damit Offline-Karten herunterladen, die man auch im Ausland verwenden kann. Dies geht direkt am Handy. Viel besser aber noch über den PC,  mittels der Software „Mobile Atlas Creator“. Damit kann man im Vorfeld vielfältige Karten (Update-Nachtrag: Mit Download aktuellerer MOBAC-Versionen leider nicht mehr so vielfältig; die Möglichkeit wurde von den entsprechenden Karteneignern juristisch gesperrt.) z.B. für seine Reiseregion herunterladen. GoogleMap genauso wie Hybrid, OSM genauso wie umfangreiche regionale Karten (für Deutschland z.B. die sehr gute outdooractive.com, für Tschechien die gute Radlerkarte Cycloatlas.cz ...) Man kann fast beliebig nah runterladen, detaillierter als die besten  Karten 1:10 000 es vermögen. Es braucht dann zwar sehr viel Speicherplatz, aber der Kartenumfang lässt sich ja damit z.B. auf die Reiseregion mit den Radtouren beschränken – die weitere Umgebung sollte man dann nur im größeren Maßstab nehmen.
Eine gute deutschsprachige Anleitung (bei der sich schon viele bedankt haben – was ich hiermit auch tun möchte!) gibt: www.brotbuexe.de/android/review/oruxmaps/

Nach dem Herunterladen der Karte kann man auf diese (auch offline!) in vielfältiger Weise Tracks loggen, „Routen“ hochladen und sogar Routen nachfahren (mit Voice-Alarm, wenn man von der Strecke abkommt). Natürlich auch Wegpunkte einzeichnen etc. – Wirklich perfekt!
Im Ausland höchst praktisch: Oruxmaps frägt gleich mit Startbildschirm an, ob man OnlineKarten laden will oder eben eine der auf SD-Karte gespeicherten Offline-Karten. Und wenn man aus dieser Karte „rausfährt“ und für das Umgebungsgebiet eine andere Karte vorhanden ist, lädt Oruxmaps diese (auf Wunsch erst nach Nachfrage) selbständig hoch.
Ein weiteres Riesenplus: Die Karte lässt sich immer als Vollbildschirm sichtbar machen (ohne Titelzeilen und unsinnigen Menüs, geschweige denn Werbungszeilen, wie es viele andere Apps haben). Per Touch lädt man einfach die 4 wichtigsten Werkzeuggruppen (Zoom, Track loggen, Wegpunkte,  Route)  rein. (Erscheint kompliziert, aber man lernt schnell, wo diese sind). Ich habe zumeist mein Handy am Radlenker befestigt, auf dem Vollbildschirm kann man die Karte und die Routeneinzeichnungen (sowohl die eigene, als auch vorgefertigte hochgeladene zum Nachfahren) sehr gut verfolgen.
Damit ich hier nicht nur von den Offline-Möglichkeiten von OruxMaps schwärme, muss ich zwischendrin be-tonen: Auch bei den Online-Karten übertrifft Oruxmaps die anderen Apps, die meist nur Google-Karten zur Verfügung stellen. Hier hat man die Auswahl von Google über OSM bis Regions-Karten wie Hike&Bike (DE).

Trotzdem – ein großes Manko gibt es: die Datenanzeigen. Man kann nur am oberen Bildrand eine kleine Infoleiste einblenden lassen, in die man 3 Anzeigen einblenden kann: z.B. Zeit, Distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit (und leider nicht aktuelle Geschwindigkeit). Ich behelfe mich derzeit damit, nebenher immer noch zur Geschwindigkeitsanzeige SmartRunner laufen zu lassen. Aber das ständige Umschalten mit 2-3 Knopfdrücken nervt natürlich. Und verbraucht zudem viel Batterie. (Ich hoffe, dass Oruxmaps bald mal mit einer kleinen, aber hilfreichen Funktion „Zoom auf die Datenanzeige Distanz-Speed-Zeit“ nachrüstet oder zumindest auch die Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit auf Tour ermöglicht.)
Zweites Manko: Die von Oruxmaps nahegelegten Auswertungsmöglichkeiten  der Tracks im Internet sind sehr schlecht. Das geforderte Hochladen zu MapMyTracks funktionierte bei meinem HTC Hero  nur indirekt: Upload über www.mapmytracks.com (was mit allen anderen gpx-Dateien natürlich genauso geht). Die Funktioanlität dieser Internetseite lässt dann im Vergleich zu anderen sehr zu wünschen übrig. Routenverlauf und v.a. Höhenskizze auf einen Drucker zu bringen, ist da praktisch unmöglich. Es muss dann leider anders und kompliziert (z.B. über GPS-Track-Analyse oder GPSAltitudeChart) bewerkstelligt werden.
(Die Möglichkeit sinnvoller Höhenskizzen- Ausdrucke ist aber generell ein Problem. Hat jemand Tipps?)
Offenbar soll aktuell auf die Seite www.EveryTrail.com (mit sehr schicken Möglichkeiten, Tracks anzusehen, mit Fotos zu versehen etc.) hochgeladen werden. Aber auch das funktionierte bei mir nicht.
Fazit:
Weil es so viele Möglichkeiten (und entsprechend viele Werkzeuge) hat, ist Oruxmaps  natürlich kompliziert, aber wenn man sich mal auskennt: Großartige Funktionalität! 
Am besten die flexible Kartenauswahl und die perfekte Möglichkeit, Karten herunterzuladen, die sehr gute Kartenanzeige und der erwähnte Import von Routen mit der Möglickeit „Route tracen“ (also dieser nachzufahren).
Sehr schade: Keine lesbare Display-Ansicht für die aktuellen Anzeigen (Tempo, Distanz) auf Tour.

Gibt es Alternativen?
RMaps hat eine ähnlich gute Auswahl von vielfältigen Karten (von Google über OSM bis zu Freemaps verschiedener Länder), die online auswählbar sind und die man – laut Kommentatoren – ebenfalls mit Mobile Atlas Creator problemlos hochladen kann, sodass sie Offline zur Verfügung stehen.
Die Funktionen sind einfach aufgebaut und intuitiv, man kann (über Menü-Mehr-Tracks) eigene Tracks aufzeichnen und auf SD-Karte speichern oder als kml oder gpx exportieren. Den Funktionsumfang von OruxMaps (insbesondere Routenführung) bietet es aber nicht. Es zeigt keine Statistiken zum Track an. Auch eine Hochladefunktion zu einer Webside, mit der man den Track analysieren könnte, konnte ich nicht finden.
Wer nicht mehr als (Online oder Offline) Tracks aufzeichnen und auf Karte ansehen will und sie dann z.B. über GoogleEarth weiterbearbeiten und analysieren will, für den ist es ein gutes App.

Zu Maverick kann man fast das Gleiche sagen wie zu RMaps, also durchaus positives Urteil. Man kann sich Online sehr einfach und schnell die unterschiedlichen Karten mit einem Touch reinladen, freilich ist die Kartenauswahl nicht sehr groß. Und wie bzw. wie gut das Herunterladen von Karten auf die SD-Karte zur Offline-Nutzung funktioniert, habe ich nicht ausprobiert. Ich habe nur die Lite-Version. (Pro kostet ca. 4 Euro.)

MapDroyd ist eine Alternative, mit der man ebenfalls Karten weltweit direkt aufs Handy laden kann. Freilich nur das Format OpenStreetMap, das nicht unbedingt für Wanderer und Radler optimal ist. (Deutschland kann mit  246 MB heruntergeladen werden. Ganz Südeuropa hat aber nur 135 MB, Griechenland z.B. 8 MB – entsprechend minderwertig ist es dargestellt.)

GPS ticker ist kostenpflichtig (4,95 €). Mit Blick auf die Einstellungen hat es offenbar gute Funktionen (z.B. kann es auch das Höhenprofil der aktuellen Strecke anzeigen.)  Neben OSM kann man da auch Satelliten-Fotokarten (Hybrid) herunterladen. Freilich, mit der DemoVersion kam ich gar nicht zurecht. Es ließ sich erst gar keine Trackaufzeichnung einschalten. Mit dem Leistungsumfang und der Funktionalität von Oruxmaps kann offenbar auch GPSticker keineswegs konkurrieren.

Bei EveryTrail kann man während der Tour nur Kartenanzeige sehen, keine Statistiken. Und auch danach sind die Infos spärlich, die App hat kein ernsthaftes Auswertungs-Feature. Dafür hat sie schnelle direkte Einbindung von Fotos. Dies scheint sehr beliebt zu sein, denn es gibt eine interessante Internetseite mit vielen bebilderten Tracks weltweit.) Das werde ich vermutlich als nächstes testen ... Leider geht es nur im Inland, da keine Offline-Karten möglich.

Die kostenpflichtige Run.GPS Pro wäre noch eine Alternative, auch mit Offline-Karten. Aber da gibt es einige Haken. Siehe dazu den Exkurs unten in 2.


2. Training Radeln/Laufen ...
(Zuhause mit Online-Karten).

Hier ist die Auswahl an Gratis-Apps (vor allem aus den USA) riesig groß. Es muss offenbar eine breite Szene von Sportlern geben, die diese Apps nützen. Entsprechend gibt es auch einige Apps mit ein paar schicken Funktionen, bei denen aber die sinnvollsten Grundfunktionen oft ineffizient umgesetzt sind.
Zudem haben alle (außer dem kostenpflichtigen GPS.Run Pro)  3 Grund-Mankos:

a) Alle laden Google-Karten nur über Mobile Netzwerke herunter. (Was freilich nicht schadet, wenn man Zuhause ist und beim Provider zumindest eine kleine Flatrate hat. Der Verbrauch der nachzuladenden Karten ist beim Laufen und Radeln so niedrig, dass kaum mehr als 3 MB pro Tour verbraucht werden.)

b) Keine der Apps hat eine Importfunktion für Routen, der man dann nachfahren könnte.

c) Die Gratis-Apps gehen mit dem Display oft platzverschwenderisch um (Ausnahmen: My Tracks, SportyPal, SportsTracker). Menüzeilen, Logos und teils Werbung verbrauchen Platz, den man für eine Karte am Vollbildschirm und/oder für Anzeigen in großer Schrift gut brauchen könnte.
Dieses Argument gilt insbesondere aus Sicht von Radlern, die das Display am Radlenker haben.
Beim Lauftraining sind für die meisten weniger die Anzeigen am Handydisplay wichtig, sondern die Audioinfos. Die Trainings-Apps sind hierzu meist ausgerüstet. Man kann oft einstellen, nach welcher Distanz oder Zeit man per Voice informiert wird. Z.B. über die aktuelle Laufzeit oder/und  die Laufzeit des letzten km oder/und die Durchschnittsgeschwindigkeit ... Besonders gut ist hier (weil man Umfang und Inhalt der Ansagen einstellen kann): Buddy Runner, SportsTracker sowie runtastic (Ansagen in deutsch). Und natürlich Run.GPS Pro.

d) Nur My Tracks, runtastic und Run.GPS sind derzeit deutschsprachig erhältlich.

My Tracks
Natürlich der Klassiker von Google selbst. Insgesamt sehr gut bei den Anzeigen. Leicht umschaltbar zwischen 3 Ansichten: Vollbildkarte (nur Online: Google Maps oder Satellit) – gut lesbare Statistikanzeigen (13!) – Tempo/Höhenskizze . Dennoch noch gut lesbar. Deutschsprachig. Ansagen sind gut verstehbar.  Sehr gute Analysemöglichkeiten schon am Handy direkt. Höhen- und Temposkizze. Sehr schön:  Es lässt sich direkt jeder km-Abschnitt einzeln analysieren (Durchschnittsgeschw. für Gesamtzeit und für Zeit in Bewegung, gewonnene Höhen, max. Steigung, min./max. Höhe ...)
Problem: Export in Google My Maps und Google Docs funktioniert bei mir nicht, bzw. dort lassen sich zwar Karten von mir auffinden, aber keine Tracks.
(Hat jemand eine Empfehlung oder Lösung für das Problem?)
Angesichts der Vielzahl der anderen Angebote habe ich deswegen vorläufig die Beschäftigung mit diesem Klassiker-App von Android eingestellt.

Endomondo
war zunächst mein Favorit für die „Trainingstouren“. Zum einen hat Endomondo zwei klare Ansichten für das Display auf Tour: Online-Karte (fast) als Vollbild (Google Maps oder Satellit). Dazu die Statistikansicht, bei der man 4 Anzeigen auswählen kann: Üblich wird sein: Zeit, Distanz, Geschw., Durchschnittsgeschw. Hier wäre zwar auch Platz für mindestens 2 weitere Anzeigen (z.B. Höhengewinn), aber der Platz wird leider für Logo und anderes verschenkt.
Dabei wäre das Besondere von Endomondo: Es  bietet einen Pulsmesser an, der sich über Bluetooth mit dem Handy verbinden lässt, sodass der Puls mit in Anzeige und Analyse eingehen kann. Der Pulsmesser ist teuer  (89 Euro) und bei nur 4 Anzeigen wäre ohnehin kein Platz mehr, auch noch Puls und Durchschnittspuls anzuzeigen. - Zudem sind die Ansagen „Workout ...“ grell und schwer verstehbar.
Die Auswertung über www.endomondo.com/workouts/ ist gut. Aber im Vergleich zu MyTracks weniger detaillierte Angaben zu den einzelnen Streckenabschnitten (z.B. kein „Höhengewinn“). Ist offenbar eher fürs Laufen auf ebener Strecke gedacht. – Kein Favorit mehr.

Buddy Runner
Beeindruckt mit einfachen Display-Ansichten „Training“ (Anzeigen) / Karte (wie üblich Google Maps oder Satellit) / Verlauf (Track-History) und sehr einfachen, effektiven Einstellungsmöglichkeiten. Gefällt mir gut!
Aber kurios und die Kehrseite der schönen Einfachheit: Es gibt  keine Speed-Anzeige km/h, sondern nur pace (min/km), also leider nur für Läufer, nicht für Radler geeignet.
Sehr gut: Die Einstellungsmöglichkeiten, wann und was die Audioinfos sagen sollen. (Lustige Computerstimme mit Zahlen in Deutsch, z.B. „acht s-e-c-o-n-d-s“, nicht leicht verständlich.)
Nachteil: Keine Detailanalyse direkt am Handy möglich. (Sagt am Ende nur Gesamtzeit, Distanz und Durchschnittsgeschwindigkeit in min/km.)
Größter Vorteil: Die guten Auswertungsmöglichkeiten mit Höhen- und Tempo-Diagrammen per PC am „Dashboard“. Diagramme lassen sich sogar halbwegs gut (noch zu klein) auf einer DINA4 ausdrucken, was bei keiner anderen Internetseite der Fall ist. Sehr schön: Man kann die Geschwindigkeitsprofile verschiedener Tracks übereinanderlegen, sodass man bei gleichen Strecken einen anschaulichen Vergleich hat. Das alles gibt einen ganz großen Pluspunkt. Aber es scheint leider halt nur fürs Lauftraining gedacht.

CardioTrainer
hat nach einem Update nun sehr gute Display-Ansichten während des Tracks . Schnelle Umschaltmöglichkeit Statistik auf Map+Ministatistik, von dort auf Map-Vollbild (nur Online: Google Maps oder Satellit). Und im Vollbild geht es mit einem Touch auf „Gesamtstrecke sichtbar“. In der Statistik sind auch die Angaben Durchschnitts- und max. Geschwindigkeit und Höhengewinn (freilich in sehr kleiner Schrift). Dazu kann ein Graph mit Geschwindigkeitsdiagramm angezeigt werden.
Ansagen der Grunddaten (Distance, Time, Pace) in Englisch. Deutlich verstehbar, aber etwas langsam.
Schicke Zusatzfunktion:  „Stelle eine Playlist zusammen, die mit Start des ‚Workouts’ abgespielt wird.“ 
Mankos: Werbefunktionen, die kosten sollen: „Gegen die eigene Zeit laufen“, „Gewicht verlieren“ ..., :
Und die (mit einem Zugangscode gesicherte) Auswertungsseite am PC ist im Vergleich zu den meisten anderen Apps äußerst schwach. Es gibt keine Untergliederung der Strecke (nicht mal Detailzeiten pro km), die angezeigte Höhenskizze ist fast wertlos. – Zufall?: Bei einem Test im Wald hatte CardioTrainer GPS-Ausfälle.

Ein Vergleich Buddy Runner vs. Cardio Trainer: www.androidpit.de/de/android/tests/test/14212/CardioTrainer.
(Freilich veraltet, denn inzwischen sind die bemängelten Anzeigefunktionen beim CardioTrainer sehr gut.)

SportyPal
trennt gut und einfach zwischen 2 Ansichten: die wichtigsten Anzeigen (Zeit, Distanz, Geschw., Durchschnittsgeschw. und Kalorien) + Vollbild-Karte (nur Online: Google Maps oder Satellit). Und schon am Handydisplay kann man sich das Geschwindigkeitsdiagramm anzeigen lassen. Dazu eine simple Audiofunktion.
Die Auswertung des „Workout“ im Internet stellt neben der Strecke auf GoogleMap auch Höhen- und Geschwindigkeitsdiagramme her. Freilich wieder ohne Ausdruckmöglichkeit. (Zudem zeigte bei mir beim Zweiten Hochladen des Workout der PC plötzlich nichts mehr an ...) 

runtastic
ist – soweit ich sehe, der (neben My Tracks) einzige brauchbare kostenlose Trainingsbegleiter in deutscher Sprache (in Linz, Österreich entwickelt).  Sehr einfach die Umschaltung zwischen den Ansichten mit Touch-Pfeil (welcher freilich nicht immer auf Anhieb funktionierte): 1. Kurz-Statistik+Karte, 2. Karte (nur Online: Google Maps oder Satellit) 3. Statistik  (4. Kompass was mir als eigene Haupt-Ansicht  überflüssig erscheint - den Kompass hat man ja in fast allen GPS-Apps.)
Eigentlich großartig ist die Idee, neben Nur-Karte und Nur-Statistik eine Ansicht mit Karte und den 4 wichtigsten Anzeigen (Zeit, Distanz, Geschw., Durchschnittsgeschw.) zur Verfügung zu stellen. Aber die Teil-Karte unter den 4 Anzeigen ist leider fast unbrauchbar. Sie lässt sich weder bewegen noch zoomen. Und zudem verschwindet „Mein Standort“ meist unter den Zahlen-Anzeigen. Sodass die Kartenanzeige zur Orientierung fast gar nicht hilft. Das Plus der runtastic-Anzeigen ist gleichzeitig auch ihr Minus.
Gut sind aber die Audioinfos zu Laufzeiten etc. (flexibel einstellbar und deutschsprachig).
Und sehr gut sind die Auswertungsmöglichkeiten schon am Handy (mit Detailauswertung z.B. pro km) und im Internet. Freilich kann man wieder weder Strecke noch Höhen- und Geschwindigkeitsskizze ausdrucken.
Bei runtastic hatte ich zudem erstmals Probleme mit der Touch-Funktion. Touch auf den Umschalt-Pfeil, auf Löschen etc. funktionierte manchmal gar nicht oder sehr sehr langsam.

SportsTracker
hat die perfektesten Ansichten. Umschaltung einfach über 3 Touchsymbole am Bildschirmrand oben:
1. Statistiken: gut lesbar; angezeigt wird alles, eher mehr als man braucht; auch Pulswerte (es ist ein Bluetooth-Anschluß des Pulsmessers Zephyr HxM möglich; ca. 100 €).
2. Karte (Vollbild; GoogleMap oder Satellit). Sehr schönes Detail: Über den Pfeil, der den aktuellen Ort angibt, wird immer die aktuelle Geschwindigkeit angezeigt. Beim fertigen Track kann man über Menü auf der Karte Start, Ende, die schnellste und die höchst gelegene Stelle des Tracks anzeigen lassen oder auf ganzen Track gehen. Und sich sogar noch die Tour schnell oder langsam abspielen lassen.
3. Am allerbesten die vielfältigen und klaren, getrennten Diagramme: Geschwindigkeit, Höhe, Puls ...
Dazu flexible Einstellmöglichkeiten des „Voice feedback“: natürlich Englisch, halbwegs verstehbar. Update: Es lässt sich auch auf deutsch und viele andere Sprachen umstellen.
Manko: Man kann die (sehr guten!) Auswertungen kostenlos nur am Handy ansehen. Bei meinem Hero rutschen die Daten zudem außerhalb des Displays.
Dennoch: mein Favorit bei den einfachen kostenlosen Apps.
Upload auf die Seite Sportstracklife kostet 6.65 €. Ich war vom Gratis-App sehr angetan und habe gekauft. Im kostenpflichtigen Modus in sportstracklife.com (Achtung: nicht sports-tracker.com, die gehört zu Endomondo) gab es aber die fast schon erwartete Enttäuschung: auch daraus lassen ich die Auswertungsdiagramme von Touren nicht sinnvoll auf Papier bringen.

DroidRunner
Eigentlich gute Anzeigen. Umschaltbar aber nur über Menü.
Zwar nette Zusatzfunktion: aktuelles Wetter. Aber keine weiteren Funktionen für Auswertung. Keine Audiofunktion. (Bei der App hatte ich zudem tatsächlich den Eindruck, dass sie übermässig Batterie saugt.)

In der Art von DroidRunner gibt es weitere englischsprachige Programme. Es wäre aber uferlos, alle aufzuführen. Zumal offenbar ständig neue Entwickler auf den Market gehen.

Run.GPS
ragt aus der Welt der Sport-Apps absolut heraus. Negativ im Preis, aber positiv in vielen Leistungen.
Die „Pro-Software“ kostet 40 Euro (Es gibt eine Demo-Version für 2 Wochen), eine abgespeckte „Full-Software“ kostet 15 Euro. Beide sind die weitaus ausgereiftesten Apps.
Freilich fällt zuert einmal negativ auf, dass im Gegensatz zu allen genannten „Trainings-Apps“ die Karten von Run.GPS nicht auf den Online-Karten von Google (in der Auswertung lassen sich natürlich Google-Maps, Hybrid etc. verwenden), sondern auf den Karten von OpenStreetMaps basieren. Das bedeutet einen Minderwert, hat aber möglicherweise die Logik, dass die OSM-Karten leichter offline verwendbar sind.

Es würde zu weit führen, die komplexen Funktionen von Run.GPS zu beschreiben. Die verschiedenen Anzeigen und Features sind funktional, aber zum Teil nur sehr umständlich zu erreichen.
Praktisch ist: Man kann sich bei „Pro“ bis zu 15 Displays genau zusammenstellen; z.B. für verschiedene Sportarten, für Training oder Reisen, für kurze oder lange Touren, für steile oder flache Strecken, für routengeführte oder freie Touren ... Gut sind auch die flexibel einstellbaren (freilich langsamen) deutschsprachigen Sprachkommandos, die Analysemöglichkeiten (direktes Hochladen auf die umfangreiche Sportlerseite gps-sport.net – aber auch zu Gpsies.com und OpenStreetMap.org) auf höchstem Profi-Niveau, zudem eine (teure) Anschlussmöglichkeit für den Zephyr-HxM-Pulsmesser über Bluetooth ...
Vor allem aber eine ausgereifte Routenführungsfunktion („nachfahren“) mit sehr variablen Einsatzmöglichkeiten. So kann man sich z.B. zu seiner Sportart  Routen in der Umgebung seines Standortes anzeigen lassen (sie werden meist aus GPSies gezogen) und die dann nachfahren. (Bei mir am Stadtrand von Regensburg führen in der Umgebung von 2 km über 20 Radtouren zwischen 10 und 120 km vorbei, ebenso über 20 Mountainbiketouren zwischen 10 und 60 km und 20 Jogging-Vorschläge zwischen 3 und 40 km. Vielleicht werde ich mit dem Programm einige davon bald mal nützen.)
Bei all diesen Funktionen hat das Programm – soweit ich beurteilen kann - auch keinen höheren Batterieverbrauch wie die anderen kleineren Apps.  

Eine kurze Beschreibung finden Sie  in www.rungps.net/attach/ReviewsEN/PPC_Magazin_04_07.pdf , aber auch diese deutet nur einen kleinen Teil der umfangreichen Features an. Dort ist noch bemängelt, dass Sprachansagen, Website etc. nur in Englisch sind. Es gibt sie aber längst auch in deutsch.
Ausführliches Handbuch (6MB) in deutsch gibt es unter : http://downloads.rungps.net/TrainerUVHandbuch_2.3.8.pdf 

Bevor ich zum großen Manko komme, noch die Frage, die eigentlich zu Punkt 1 meines Artikels  gehörte (und für mich als Organisator von Rad-, Wander- und Skilanglauftouren in Osteuropa wichtig ist):
Wie ist es mit der Verwendbarkeit für Reisen im Ausland?
Die gute Nachricht: Run.GPS kann (soweit ich sehe, als einzige „Sport-App“) Karten einbinden. Es kann damit auch für längere Rad- und Wandertouren im Ausland genutzt werden, ohne riesige Roaming-Kosten zu verursachen.
Die schlechte Nachricht: das Herunterladen von Karten zur Online-Nutzung nicht so gut wie mit Oruxmaps + Mobile Atlas Creator.
Korrektur 22.10.2010. Das Update 2.3.8. des Apps ermöglicht jetzt den Einsatz von MobileAtlasCreator. Sehen Sie Punkt 5.2. in http://downloads.rungps.net/TrainerUVHandbuch_2.3.8.pdf 

Kleiner Exkurs (im Detail): Die Anleitung im Handbuch, gemäß der man Rasterkarten als Einzelbilder hochladen soll (also ohne Zoommöglichkeiten), zeigt schon, wie schwierig und umständlich es ist.
Für den Normalbenutzer wird es aber reichen, dass man die OSM-Karten (und OCM und OPM) herunterladen kann. Auch wenn diese (wie die Autoren der Software selbst explizit betonen) noch nicht weltweit ausgearbeitet sind und Fehler enthalten. – Schön für Skifahrer und Radler: Es lassen sich auch OpenPisteMap und OpenCycleMap herunterladen. Und die Radlerkarten sind in den meisten Teilen Mitteleuropas recht brauchbar. (Man kann es mittels http://www.gravitystorm.co.uk/osm/ z.B. bei den Radstrecken vor der Haustüre testen.)
Dennoch bleiben viele und große Nachteile gegenüber dem Herunterladen mit Oruxmaps-MobileAtlasCreator:
Es können maximal Kartendiagonalen von 30 km heruntergeladen werden. Schon für eine größere Radreise kommen hier viele Ladevorgänge und viel Arbeit zusammen.
Vor Ort bei der Offline-Verwendung der Karten ein weiterer Nachteil. Während man bei OruxMaps gleich mit dem Startbildschirm entscheidet, ob Offline- oder Online-Karten, muss man sich bei Run.GPS erst durchklicken: Menü – Konfiguration – Karteneinstellungen - Angezeigte Elemente.
Man könnte denken, Run.GPS beschränkt sich auf OSM, weil sich die Karten leichter offline einbinden lassen. Aber wenn man die schlechten Einbindemöglichkeiten sieht, muss man erkennen, dass der Offline-Modus für RunGPS ohnehin nur eine Nebenrolle spielt. (Was verständlich ist, denn die Software hat ausgereifte Trainingsanalyse als Schwerpunkt und die betreiben fast alle mit ihren Trainingsaktivitäten Zuhause. Und die Trainer der professionellen Leistungssportler, die im Ausland trainieren, besorgen sich wohl ohnehin eine Flatrate im Gastland.)

Schwerwiegend und unverständlich ist ein anderes Manko, das für mich gegen den sofortigen Kauf der App spricht (und das die Entwickler hoffentlich bald korrigieren werden):
Die kleinen Touch-Symbole unten im Display sprechen (jedenfalls auf meinem Hero) oftmals erst nach mehreren Versuchen an. Und leider muss auch die Umschaltung von Statistik zu Map (die man bei Touren und Analyse ständig braucht) über eines dieser kleinen schwerfälligen Symbole und einen weiteren Touch gehen. (Hier machen es z.B. der CardioTrainer oder SportTracker vor, wie es viel einfacher funktionieren könnte.)
Und dann noch dazu am ärgerlichsten: Gleich neben diesem wichtigen kleinen Umschaltknopf links unten ist auch noch das kleine Symbol, das die Trackaufzeichnung stoppt und startet.
Das Dilemma, dass hier während einer anstrengenden Trainingseinheit (bei der man nicht unbedingt nebenbei mit feinmechanischen Finger-Touch-Qualitäten aufwarten will) ständig Fehler passieren, insbesondere die Trackaufzeichnung versehentlich ein- und ausgeschaltet wird, ist also vorprogrammiert.
In www.rungps.net/wiki/TrainerUVDE  wird zwar versprochen: „Kontrolle aller Funktionen über Hardware-Tasten - kein Touchscreen erforderlich“. Aber wie es bei meinem HTC-Hero möglich sein soll, mit Hardwaretasten zwischen den Ansichten umzuschalten, konnte ich nicht herausfinden und lässt sich wohl auch nicht herausfinden.

Also, liebe Entwickler aus München, schafft noch eine einfache Umschaltmöglichkeit zwischen den Ansichten, dann kann ich Euer App jedem technikfreundlichen Sportler nur wärmstens empfehlen.

Was dann aber immer noch zur idealen Brauchbarkeit fehlt, sind die Ausdruckmöglichkeiten der Karten und Diagramme des analysierten Tracks für Nicht-GPSler. Wann wird es endlich möglich sein, eine Höhenprofil-Grafik schnell und sinnvoll auf DINA4  auszudrucken? Ich habe den Eindruck, ein Appell an die genialen Entwickler von Run.GPS (der hiermit geschehe!)  könnte dazu am meisten helfen.
(Mein Ideal wäre, dass man ein Höhenprofil – z.B. mit Einstellung: „seitenangepasst“ oder nach Vorgaben, z.B. X-Achse: 1 km = 1 cm; auf Y-Axchse: 100 hm = 1 cm – die Höhenprofile von 3 Skitouren mit 20 bis 25 km auf einer DINA4-quer untereinander setzen und somit exakt vergleichen kann, ohne z.B. auf der Berghütte ständig auf das kleine Handy-Display starren zu müssen. Und dass man in ähnlicher Weise eine 80km-Radtour in 3 Zeilen auf DINA4-quer bringt. Hat jemand dafür Tipps?)

Es gibt übrigens auch eine kostenlose Software Run.GPS lite. Sie gibt aber nur eine kleine Einführung in die umfangreichen Features. Und das ist schon deren Haupt-Stärke. Sie hat z.B. nicht mal ein Display mit Kartenvollbild. Auch keine Sprachkommandos ... Man kann die gelaufenen Tracks zwar ebenfalls auf gps-sport.net hochladen, bekommt aber nur Statistiken angezeigt, keine Höhendiagramme etc. Insofern sind denn alle anderen aufgeführten kostenlosen Apps besser. Aber zum Einüben, bevor man die Profi-Software kauft, vielleicht doch eine gute Sache.

 

FAZIT:

Zwischen dem Anspruch einer guten App, um bei ganztägigen Radtouren im Ausland (also mit Offline-Karten) die Strecken aufzuzeichnen oder sogar vorher hochgeladene Strecken nachzufahren
und dem Anspruch, beim einstündigen Lauf- oder Radtraining Zuhause über den Trainingsablauf informiert zu werden und danach die Trainingseinheiten vergleichen und analysieren zu können,
sind natürlich  große Unterschiede.
Aber es gibt  durchaus  Überschneidungen bei diesen Aktivitäten. Auch bei den Radreisen würde ich gerne mit lesbaren Anzeigen am Display  informiert werden, welches meine aktuelle Geschwindigkeit ist, wie weit die zurückgelegte Strecke ... Und umgekehrt würde ich bei meinem Radtraining gerne auch verschiedene Strecken neu erkunden und es wäre also nützlich, wenn mich mein Android-Handy dann eine schon erkundete Rad-Trainingsstrecke nochmals nachführen könnte  oder ich die Strecke Freunden so weitergeben könnte, dass sie mittels ihres Android-Handys die Strecken ebenfalls nachfahren könnten. Und vor allem: wenn sie kein entsprechendes Handy haben (was immer noch bei den meisten der Fall ist – zum Glück;-), möchte ich ihnen einen Ausdruck der Strecke und des Höhenprofils geben können.
Es wäre meines Erachtens also sehr sinnvoll, ein App zu entwickeln,  das beide Bedürfnisse berücksichtigt.  Es bleibt dies aber eine Aufgabe für die Zukunft.

Es gibt sehr viele Apps für die Aufzeichnung und Analyse von Trainings-Aktivitäten mit wirklich guten Funktionen, insbesondere was das nachträgliche Ansehen der Tour betrifft. Bei fast allen kann man einstellen, dass z.B. jeder km-Abschnitt (oder 5-km-Abschnitt) analysiert wird nach Geschwindigkeit, Höhengewinn  ... Aber „irgendein Feature fehlt immer“ schreibt Zonk76 in android-hilfe. Was fehlt, ist sicher subjektiv verschieden, aber der Satz stimmt auch für mich. Neben den oben in 2a-d aufgeführten Mängeln haben alle leider irgendein eigenes Manko. Manchmal sind es mangelhafte Anzeigen, manchmal eine mangelhafte Umschaltfunktion zwischen den Ansichten, manchmal das fehlende Höhenprofil bei der Auswertung ...
Und was bei allen fehlt (mit kleiner Ausnahme: BuddyRunner und ?vielleicht MyTracks?): es gibt  keine vernünftige Umsetzung der Auswertungen für den Drucker. Hier hoffe ich, dass zumindest das kostenpflichtige Run.GPS weiterentwickelt.

Als einzige kommen OruxMaps und GPS.Run Pro dem Ideal eines guten Radler-, Wander-, Langlauf-, Tourengeher-, Kanu- und Lauf-Begleiters nahe. Beide haben so viele geniale Funktionen. Die erwähnten, die noch fehlen, wären demgegenüber vermutlich leichter nachzurüsten.

Wie versprochen, hier noch (nicht unbedingt repräsentative) Werte hinsichtlich GPS-Empfang und Batterieverbrauch der verschiedenen Apps. . Bei einer 15 km Radtour (Regensburg – Oberndorf) habe ich einen Vergleichs-Crashtest gemacht, bei dem 6 Tracker parallel liefen.
Der Batterieverbrauch war: MyTracks 12 %, RunGPS 12 %, Endomondo 12 %, Runtastic 12 %, BuddyRunner 9 %, CardioTrainer 9 % (34 % Rest, vor allem Display, obwohl kaum eingeschaltet.)
Mit GPS-Empfang hatte nur CardioTrainer Probleme bei mehreren Wald- und Felsenabschnitten. Wo die anderen Tracker zwischen 14,8 und 15,2 km gemessen haben, hatte CardioTrainer nur 13,5 gemessen. (Dies kann aber auch an den Crash-Bedingungen gelegen haben.)

Nach Stand (September 2010) also die Empfehlungen:

OruxMaps ist die Hauptempfehlung, jedenfalls für alle Aktiv-Reisende, die ihr Android-Handy beim Wandern, Radeln, Tourengehen etc. nützen wollen und mal vorgegebene Routen nachfahren oder nachgehen wollen. Und insbesondere für Auslands-Reisende, die Roaming-Gebühren sparen wollen. Sie können relativ einfach vielfältige  gute Karten ihres Reisegebietes im Vorfeld der Reise runterladen.
Letzteres kann auch das einfachere RMaps, das aber weniger Funktionsumfang hat.

Run.GPS -Pro oder -Full für alle Sportler, die sich die 40 € oder 15 € leisten wollen und gerne ihre Trainingsaktivitäten ansehen, professionell analysieren, mit Freunden vergleichen wollen ...
Run.GPS Pro  kann zudem die einzige Empfehlung für technikfreundlichen Sportler (Läufer, Radfahrer, Skifahrer) sein, die auch im Ausland ohne enorme Roaminggebühren Ihre Aktivitäten aufzeichnen und analysieren wollen. Zumal seit dem 22.10.2010 Run.GPS mit MobileAtlasCreator kombiniert. Es lassen sich also Zuhause bequem und kostenlos eine Vielzahl von Karten des Reisegebietes (von GoogleMaps und GoogleEarth bis OpenCycleMap) hochladen.

Wer kein Geld ausgeben will und nur Zuhause seine Trainingstouren aufzeichnen will (ohne Route nachfahren etc.) und auch keine absolut professionelle Nacharbeitung braucht, dem empfehle ich SportsTracker. Er bietet sehr gute Anzeigen und Funktionen. (Freilich kostet hier Upload für Nachbereitung am PC.)
Gut und zudem die einzig deutschsprachigen Gratis-Apps: MyTracks und runtastic.
Nicht schlecht sind aber auch CardioTrainer und Sportypal und
(leider nur für Läufer) Buddy Runner (bestes „Dashboard“) und Endomondo.
Die Gratis-Apps sind Geschmacksache und sollten einfach ausprobiert werden.
Mit meinem HTC Hero (den ich hier mal sehr loben möchte; fast keine Abstürze trotz einiger Crash-Tests) hat es jedenfalls großen Spaß gemacht.

PS:
Falls ich gute Apps vergessen haben sollte, würde ich mich über Eure Rückmeldung freuen.
Und natürlich auch über jedes andere Feedback.

 

Wichtige Ergänzungen im Laufe der Diskussion des Artikels bei android-hilfe und bei androidpit:

1. Ergänzung: 12. 9. 2010

In www.androidpit.de/de/android/blog/392978/Radeln-Laufen-Wandern-mit-Android
gibt es die umfangreichste Diskussion zum Artikel.

Tom verweist auf www.gpsies.com für Android. Das ist eine wichtige Ergänzung. Man kann eigene Strecken einstellen und nützen und findet vor allem (zumindest für die deutschsprachige Region) die größte Auswahl von Streckenvorschlägen, insgesamt ca. 500.000! Der Entwickler Klaus Bechtold schrieb mir, dass er plant, in sein gpsies-App einen Logger mit einzubauen. Darauf bin ich schon gespannt.

Henning machte mich auf das neue kostenpflichtige App GPS-Mate (7,89 Euro) aufmerksam. Falls jemand damit Erfahrungen hat, würde mich eine Rückmeldung freuen.

Eine englischsprachige Diskussion zu 5 Trainings-Apps gibt es unter: http://lifehacker.com/5607322/five-best-mobile-fitness-apps

cygnus-a bestätigt in http://www.android-hilfe.de/android-apps-testberichte den Favorit Oruxmaps. Er schreibt:
Für mich ist OruxMaps zum Wandern die neue Killerapplikation. Und das alles gratis, auch beim Kartenmaterial. ...
In der letzten Woche hatte ich gleichzeitig das Android-Phone und das Garmin eTrex Vista HCx beim Wandern dabei. Nach einiger Zeit blieb das Garmin in der Tasche und ich habe nur noch das Samsung mit OruxMaps benutzt. Das macht einfach mehr Spaß. OruxMaps ermöglicht teilweise sogar besseres Kartenmaterial zum Wandern als die teuren Garmin-Karten, und das brillante und riesige 4''-Display des Galaxy S ist dem Garmin in puncto Auflösung, Größe und Detailwiedergabe um Längen überlegen.


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Radeln, Laufen, Wandern ... mit Android Die besten Apps
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Was die Presse schreibt:

Brigitte, 27.11.1996:
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Frankfurter Neue Presse, 7.2.2004:
"Der größte Charme des Böhmerwaldes ist seine Einsamkeit"

 

Langlaufspuren bestpräpariert

Hamburger Abendblatt, 29.3.2000:
"Tief verschneit, kaum berührt"

 

Böhmerwaldhaus

Berliner Zeitung, 7.2.04:
"Ein bißchen wie Kanada"

Winterreisen in Tschechien

Vital 12/2002:
"Wege in die Stille:
Skilangläufer finden in Tschechiens grenznaher Region ein ideales Gebiet."

Skilanglaufen

Journal für die Frau, 15.11. 2000:
"Ganz locker in der Loipe"

schneeschatten Skilanglauf Tschechie Sonne

 

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Zum Beispiel in Mähren:

Siehe die Presseberichte:

DIE ZEIT: "Erlesene Heiterkeit"


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Sonntag Aktuell:
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