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Anreistag: Katholischer Friedhof, Hotel Europa, Vysehrad und Neustadt

Heiter, 4 bis 8°, Südwestwind

Vor der allgemeinen Anreise zur organisierten Fahrt gibt es eine individuelle Tour etwas abseits vom Thema über den großen katholischen Friedhof im Osten der Stadt sowie einen Spaziergang vorbei an der scharf bewachten Station von Radio Free Europe im Zentrum bei bestem Büchsen- pardon - Foto- Licht zur Burg Vyshrad mit den bekannten Aussichten auf Moldau, Kleinseite und Burg. Nach dem Abstieg faszinierende Rost- Details an der Eisenbahnbrücke. Schließlich Blicke im Abendlicht auf die Moldau und die Neustadt sowie das große Wehr. Erstaunlichster Befund dann am Treffpunkt aller Teilnehmer: keine operative Hektik bei der Ankunft, alle sind pünktlich zur Stelle. 

Nach dem Treffen geht es gemeinsam in die Gaststätte zur alten Post, wo es wohlschmeckend böhmisch- herzhafte Hardcore- Kalorien- Diät gibt. Am Anfang munden selbst die Serviettenknödel, vor allem aber Kartoffelpuffer mit Fleisch- Kraut- Mischung. Die Vorstellung der Teilnehmer endet ohne große Überraschung und macht Hoffnung auf nicht gar zu viele Selbstdarstellungsversuche. Allerdings machen sich 2 Teilnehmer etwas unbeliebt durch den Verzehr jeweils einer nicht sparsam dosierten Knoblauchsuppe. Da sie ein Doppelzimmer teilen, bedurfte es freilich noch keiner Intervention der Reiseleitung.  

Aber erst das Hotel! Klar okkupieren wir den etwa 8 qm großen  Tisch im von oben belichteten Foyer. Es ist eine Art gitterfreier und reichlich mit Jugendstil-Elementen angereicherter Alcatraz- Verschnitt. Obwohl die Doppeltüren mit deutlich sichtbaren vielfachen Lackschichten zu den Zimmern nur notdürftig schließen, lassen sich andere Gäste durch unsere wiederholten Abendveranstaltungen nicht stören. Die Toleranz der Hotelgäste wird ergänzt durch eine gewisse Empfindlichkeit der Sitzmöbel gegen Benutzungsversuche. Sie werden mit Knirschgeräuschen und einem Fall mit kultiviertem Zusammenbruch quittiert. Auch Wasser- Armaturen und Türklinken reagieren schon mal unwirsch und quittieren die Benutzung mit Zerfall. 

Mehrere Waschbecken zeigen eine deutlich zur Zimmermitte gerichtete Hangneigung, die das Kühlen von Weinflaschen zum interessanten Abenteuer macht. In einem Zimmer ist der weiteren Absenkung durch eine Schienenkonstruktion Einhalt geboten worden. Dafür gibt es auf jeder Etage einen Badesaal mit jeweils einer mitten im Raum stehender Badewanne.  

Die Bettdecken sind zwar deutlich zu kurz, machen dieses Manko jedoch durch eine hohe spezifische Masse wieder wett. High- Tech- Telefone und flexibel befestigte Steckdosen ergänzen das kultige Ambiente. Cafe und Frühstücksraum auf der Empore sind mit opulenten Jugendstil- Details angereichert und erzeugen eine großartigen Raumeindruck. Er wird ergänzt durch die Vielfalt des verwendeten Geschirrs. 

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Katholischer Friedhof an der ul. Zelivskeho
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Panzer sichern Radio Free Europe
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Brückendetail beim Vysehrad
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Moldau mit Neustadt
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Moldau mit Neustadt
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Moldau mit Neustadt
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Vysehrad mit Moldaubrücke
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Aussicht vom
Vysehrad
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Hotel Europa
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Hotel Europa
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Treppenhaus im
Hotel Europa
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Abendessen in der "Alten Post"
 

Virtuelle Foto-Galerie Industriegeschichte und Kulturlandschaft | Stand: 19.01.02 | © Christian Brünig