Urlaub:
Kultur und Wandern in Schlesien / Polen
Durchs Schlesische Arkadien
nach Krakau: Oppeln, Gleiwitz, Oberschlesien und
Beskiden
Begegnungen mit einem
„zehnfach interessanten Lande“ (Goethe)
Zu den Terminen:
Sowohl Ende April als auch im Oktober
sind in Südpolen meist stabile Wetterlagen und zudem ist in diesen
Wochen oft das schönste Wanderwetter.
Wanderschuhe und Sitzunterlage mitnehmen!
Nachdem die polnische Bahn die direkten Nachtzüge zwischen Berlin und Oppeln/Krakau gestrichen hat, haben wir neue Vorschläge zu An- und Rückfahrtzusammengestellt.
Spaziergänge und Wanderungen (bis 10 km), Begegnungen
mit Menschen, Dichtern und Denkmälern.
„Da säß ich denn glücklich wieder hinter
meinem Pulte, um dir meinen Reisebericht abzustatten. Es ist mir aber auf
dieser Reise so viel Wunderliches begegnet, dass ich in der Tat nicht recht
weiß, wo ich anfangen soll.“
So beginnt Joseph von Eichendorffs „Auch ich war in Arkadien“.
Eine Reise nach Oberschlesien?
Wahrhaft ein Arkadien, ein unbekannter Landstrich, der schon unter preussischer
Herrschaft verkannt war. Entdecken Sie mit uns
spannende, tragische, anrührende deutsch-polnische Geschichte(n),
interessante Kulturdenkmäler von der Holzkirche über Kohlengruben
und Gießereien zu in ihrer Art einzigartigen Städten, Kirchen
und Schlössern; dazu faszinierende Landschaftsausblicke auf den Wanderungen
in den Beskiden und immer wieder Literatur, die uns die Gegend und die
Geschichte erschließt: romantisch, zeitgeschichtlich, deutsch und
polnisch.
Wie Goethe 1790 aus Schlesien an Herder schrieb:
"Seit Anfang des Monats bin ich nun in
diesem
zehnfach interessanten Lande,
habe schon manche Teile des Gebirgs und der Ebene durchstrichen und finde, daß es ein sonderbar schönes, sinnliches und begreifliches Ganze macht."
PROGRAMM
Wollen Sie Freitag schon anfahren?
Wer will, trifft sich schon Freitag abend in Oppeln. Es gibt z.B. eine umsteigefreie Verbindung von Berlin (Abfahrt 9:41 h, Ankunft 16:13 h). Oder Abfahrt Dresden 13:31 h, Umstieg in Breslau, Ankunft Oppeln 18:06 h oder 18:21h.
Wir haben in einem Innenstadthotel vorreserviert und holen Sie gerne vom Bahnhof ab. Die Zusatzübernachtung kostet pro Person im Einzelzimmer ca. 60 Euro, im Doppelzimmer ca. 35 Euro.
Vorschläge zu An- und Rückfahrt.
Samstag: Anfahrt – Kirchen und Brücken.
Zweiter Treffpunkt und eigentlicher Beginn der Reise ist Samstag 8 h zum Frühstück im Hotel.
Die späteste Möglichkeit zum Treffpunkt in Oppeln ist 14 h (Abfahrt Dresden 7:32 h). - Es gibt (z.B. direkt von München, Düsseldorf oder Frankfurt) die Möglichkeit per Flug über Breslau nach Oppeln zu kommen.
Genaueres im Anschreiben.
Mit der Gruppe, die schon früh da ist, erkunden wir vormittags das morgenfrische Oppeln/Opole.
Nachmittags erfahren wir Spannendes über die berühmten „Schrotholzkirchen“ und über die Eisenguss-Brücke von Malapane. Danach Fahrt nach Schloss Stein / Kamieñ Slaski. Das Schloss ist von einem erholsamen Park umgeben und beherbergt uns 2 Nächte. Und es kann vieles von dem “Brückenbauer” Erzbischof Nossol erzählen.
Sonntag: Schläft ein Lied in allen Dingen
Mit einer leichten Wanderung (6 km / 150 hm) kommen wir zum Annaberg / Góra Œw Anny, einem Wallfahrts- und Erinnerungsort der oberschlesischen Geschichte.
Später begegnet uns (nicht zum letzten Mal) Freiherr Joseph von Eichendorff an seinem Geburtsort Lubowitz bei Ratibor / Racziborz. Und im reizend-verschlafenen
Städtchen Oberglogau / Glogowek gibt es eine Kirche in der Kirche
zu sehen und musikalische Geschichten zu hören.
Montag : Sakrale Höhepunkte in Oberschlesien
Mit einer großen Busrunde erkunden wir weitere Höhepunkte
dieser Region: den kraftvoll backstein-gotischen Dom zu Neisse / Nysa,
auf einem Spaziergang die barocken Aussichten über Felder, Wälder
und Seen von Ottmachau / Otmachόw, das „ schlesischen Carcasonne“ Patschkau
/ Paczków und ein fast lebendiges Chorgestühl im Kloster Heinrichsau
/ Hendrikόw. Der Abendspaziergang führt uns dann schon über
den quirligen Stadtplatz von Gleiwitz / Gliwice. Wir bleiben wieder
2 Nächte: im zentral gelegenen neu renovierten Hotel "Diament Plaza".
Dienstag: Eisen, Kohle, Gussgenuss
Mit Horst Bienek und Janosch nähern wir uns ernst und heiter
der wechselvollen Geschichte des Oberschlesischen Kohlereviers: zum Beispiel
am Sender Gleiwitz und an oder in einem Bergwerk in Hindenburg /Zabrze. Eine
nicht nur historische, sondern mehr noch ästhetische Entdeckung wird
für uns der Eisenkunstguss sein - bedeutender Wirtschaftszweig
der Region seit Friedrich Wilhelm von Reden. Anschließend zeigt uns
Jola ihr Gleiwitz.
Mittwoch: Am Fuß der Beskiden
Mit dem Zug fahren wir durchs oberschlesische Revier nach Pless
/ Pszczyna. Das nette Städtchen mit dem berühmten Schloss erzählt
uns mehr über die Bedeutung der adeligen oberschlesischen Industriemagnaten.
Von Bielsko-Biała aus wandern wir bei schönem Wetter 6
km (100hm bergauf, 400hm bergab) entlang eines Beskidenkammes nach Szcztyrk oder schauen auf die
Beskiden mit den Augen des Malers Julian Fałat. Eine in einem idyllischen
Dorf nahe bei Wisła gelegene Familienpension ist unsere Unterkunft
für weitere 2 Nächte.
Donnerstag: Aussichten in den Beskiden
Ein Sessellift verkürzt uns den Aufstieg zum Aussichtsturm des Czantoria
auf dem böhmisch-polnischen Grenzkamm (eine knappe Stunde, leichte
150 hm bergan). Nachmittags begegnen wir Adam Małys in Wisła
und lernen historisches Leben und Arbeiten in den Beskiden bei Istebna
und Konjakόw kennen. Wer möchte, kann noch mal über einen
gemütlichen Gipfel mit Tatrablick zu unserem Aussichts-Abendessen
laufen.
Freitag: Kulturhauptstadt Krakau
Abschied von den Beskiden. Wir erreichen Krakau, eine der großen mitteleuropäischen Kulturhauptstädte. Eine Stadtführung gibt uns einen ersten Überblick: der berühmte Veit Stoss Altar, die älteste Universität Polens, den Wawel. Abends besuchen wir das jüdische Viertel in Kazimeirz; Abendessen bei Klezmermusik.
2 Nächte in einem stadtnahen Hotel.
Samstag: Weltkulturstätten – Stadt der Dichter
Es bleibt Zeit, die Stadt selbst zu entdecken. Fakultativ ermöglichen wir den Besuch in Ausschwitz oder im Salzbergwerk in Wielicka. Am Spätnachmittag auf historischen und frischen Spuren berühmter Dichter und Literatur-Nobelpreisträger: Stani³aw Wyspiañsky, Georg Trakl, Wis-³awa Szymborska, Czes³aw Mi³osz … Aschlussabend.
Sonntag: Rückreise ab Krakau – oder Verlängerung?
Entweder per Bahn umsteigefrei über Berlin ( 9.26 h oder
20.07 h) oder über Wien (7.10 h oder 22.24 h)
oder für Frühbucher sehr günstige Flüge nach München, Stuttgart, Hamburg …
Historische Kurzerläuterung zur Reiseregion:
Schlesien war und ist eine der wichtigsten Brückenlandschaften im östlichen
Mitteleuropa. Ursprünglich slawisch besiedelt, war es anfangs Spielball
zwischen polnischen und böhmischen Fürsten. Ab 1200 wurden vom
polnischen Piasten-Herzog Boleslaw deutsche Siedler ins Land geholt. Wenig
später geriet Schlesien unter böhmische Herrschaft, im 16.Jahrhundert
wurde es habsburgisch. Im 18. Jahrhundert eroberte es Friedrich der Große
für Preußen. Nach dem 2.Weltkrieg wurden die Deutschen als Folge
des Naziterrors vertrieben. Viele Polen, die in den von Russland besetzten
Gebieten Ostpolens nicht bleiben konnten und durften, wurden in die frei
gewordenen Häuser in Schlesien zwangsumgesiedelt.
Reiseleitung:
Jola Graczyk -------------------
Karin Thomas-Martin
Leistungen Schlesien-Reisen
. 8 Übernachtungen mit Halbpension
(mit sehr guter polnischer Küche!)
. 2 kompetente und engagierte Begleitpersonen
. alle Programmfahrten von Oppeln bis Krakau . ReferentInnen, Kulturprogramm,
alle Eintritte
. fundiertes Karten-, Lese- und Infomaterial
2 Reiseleiterinnen, 7 bis 17 Teiln.
Vorschläge zu An- und Rückfahrt.
Vielleicht wollen Sie (z.B. in Krakau) verlängern? Tagesaktuell die besten Hotelpreise und Buchungsbedingungen bekommen Sie über www.hrs.de
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Bielsko-Biala
Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.
Diese Reise findet
im
jährlichen Wechsel mit
" Schlesisches Elysium "
(Niederschlesien) statt.
=
Frei =
Restplätze =
Ausgebucht |
Die Reise findet im
jährlichen Wechsel mit
" Schlesisches
Elysium "
(Niederschlesien) statt.
" Wie war´s? "
Wir fragten unsere Gäste:
„Uns hat die Reise so gut gefallen, so dass wir anschließend die Masurenreise gebucht haben. Ihre Reisen empfehlen wir gerne weiter. Ich könnte mir andere Reisen, als die von ihrer Organisation geführten, gar nicht mehr vorstellen" (April 2010)
Noch nie haben wir so ein dichtes Programm erlebt. Jeder Tag hatte seine Höhepunkte. Man möchte auch auf nichts verzichten.
Zum Glück hatten wir durch die Wanderungen Zeit, die vielen intensiven Eindrücke zu verdauen.
(April 2008)
Für mich war Oberschlesien ganz neu und meine Neugierde wurde mehr als befriedigt, sie wurde Begeisterung. Krakau war natürlich der Höhepunkt, perfekt für das Ende der Reise.
Aber insgesamt: es war einfach schön.
(April 2008)

Patschkau

Beskiden
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Wasserturm
Die Begegnung mit „Oberschlesien“ wurde mit Verstand und Herz zu einem runden Erlebnis-Urlaub aus vielen anregenden Programm-Punkten. Dazu begegnungsreiche und kompetente Improvisationen. Unser ganz herzliches Dankeschön an die hervoragende Organisation und die warmherzige Begleitung. (Oktober 2008)
Die Reise gehört zu unseren schönsten Urlauben. Auch wegen der Mitreisenden. Großartig war, wie auf die Sonderwünsche der Kunden eingegangen wurde, die hier ihre Wurzel haben. Da haben wir viel daraus gelernt. Überhaupt waren die vielen Referenten und die beiden Reiseleiterinnen sehr angenehm, wie sie uns ihr Kulturland vermittelten und wie sie untereinander und mit uns Freude hatten.
(Oktober 2008)

Krakau: Wawel und Weichsel

Krakau
Wundert euch nicht,
dass wir die Welt
nicht beschreiben können.
Wir nennen die Dinge
nur zärtlich beim Namen.
Zbigniew Herbert

Beskidenhäuser


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