Urlaub:
Kultur und Wandern in Schlesien / Polen
Im schlesischen Himmelreich
Manchmal, so sagt man, wähnten sich die Schlesier schon
auf Erden im Himmelreich. Wahrscheinlich, wenn sie ihre herrlichen
Mohnkuchen aßen. Und die österreichische Kaiserin Maria Theresia klagte,
als sie Schlesien an den Preußenkönig Friedrich II. verlor: "Den Garten
hat er mir genommen ..."
Unsere Kulturwanderungen durch das landschaftlich und kulturell so reiche
Region machen deutlich, warum die Mächtigen sich um "den Garten
Europas" stritten ...
Zu den Terminen: Sowohl Ende April als auch Anfang Oktober
sind in Südpolen meist stabile Wetterlagen und zudem ist in diesen
Wochen oft das schönste Wanderwetter.
Wanderschuhe und Sitzunterlage mitnehmen!
Spaziergänge und Wanderungen (bis 10 km), Begegnungen
mit Menschen, Dichtern und Denkmälern.
Sa.: Anreise nach Görlitz.
Treffpunkt 14.40 am Bhf. (Ankunft des Zuges aus Dresden). Zweiter Treffpunkt:
17 h, Fußgängerbrücke an der Neiße.
Die Grenzstadt Görlitz ist einer der schönsten Orte Deutschlands
und größtes Flächendenkmal Europas. Görlitz war
auch die Wirkstätte des Schusters Jakob Böhme, dessen mystisches
Denken die schlesische Religiosität prägte. Am Abend dann unser
erstes Quartier (bis Dienstag): das Schlosshotel Stonsdorf / Staniszow
mit großer Parkanlage mitten im Hirschberger Tal.
So.: Das Riesengebirge – eine Traumlandschaft
Mit Blick auf den Kamm des Riesengebirges hat sich der schlesische Dichter
Gerhart Hauptmann seine Villa „Wiesenstein“ in Agnetendorf
bauen lassen. Von hier aus wandern wir zur sagenumwobenen Burgruine Kynast
/ Chojnik (4 km, 150 Hm). Warum eine norwegische Stabkirche ins Riesengebirge
gerät und einiges mehr, erfahren wir in Krummhübel / Karpazc.
Mo.: Ideale Landschaft – preußische Schloßparks
Nach einem Rundgang in Hirschberg/Jelenia Góra bekommen
wir in Lomnitz / £omnica einen Überblick über die zahlreichen
Schlösser des Hirschberger Tales und haben dabei fast ständig
die Schneekoppe im Blick. Wir erwandern die „ideale Landschaft“ – ehemalige
Landschaftsparks des preußischen Adels. (8 km, bis 250 hm). Beim
Abendessen erfahren wir schließlich, wie das „Zillertal“ nach
Schlesien geriet.
Di.: Weberarmut und Kirchenpracht
Vom anmutigen Hirschberger Tal bis in unser neues Quartier in Schweidnitz
/ Swidnica begleitet uns Schlesische Geschichte: 12 alte Weberhäuschen
erinnern an Hauptmanns „Weber“, im Barockkloster Grüssau
/ Krzeszów erzählen Kirche und Piastengruft ihre Geschichten,
und die Friedenskirche von Jauer / Jawor berichtet von evangelischen
Traditionen. Am Ende besuchen wir das berüchtigte Konzentrationslager
Groß-Rosen. Nach dieser historisch reichhaltigen Fahrt beziehen
wir nahe beim Marktplatz von Schweidnitz unser Hotel „Piast- Roman“ (bis
Freitag).

Mi.: Vom Widerstand – Friedenskirche und
Kreisau
Den prächtigen Bürgerhäusern von Schweidnitz/ Swidnica
sieht man an, dass die Stadt Jahrhunderte lang mit Breslau konkurrierte.
Ein besonderes Juwel ist die evangelische Friedenskirche, die im damals
Habsburgischen Schlesien gebaut werden durfte. Von Toleranz handelt auch
unser Besuch im nahe gelegenen Kreisau / Krzyzowa, dem ehemaligen Sitz
der Familie Moltke. Das ehemalige Zentrum der Widerstandsbewegung „Kreisauer
Kreis“ ist heute eine wichtige deutsch-polnische Begegnungsstätte.
Do.: Steinerne Labyrinthe, Bäder- und Fürstenglanz
Mit dem Bus fahren wir durch Waldenburger und Glatzer Bergland ins kleine
Heuscheuergebirge und wandern 4 km und 150 hm hoch zum Steinernen Laby-rinth,
dessen grandiose Aussicht und pittoreske Stein-skulpturen schon Goethe
begeisterten. Danach ge-nießen wir historische Bäder-Atmosphäre
und zum krö-nenden Abschluss das Schloss Fürstenstein / Ksiaz.

Fr.: Slawisches Mysterium und Breslau
Slawische Mythen stehen heute im Mittelpunkt. Auf einer reizvollen Wanderung
am Zobten / Sleza (4 km; 150 Hm) begegnen wir geheimnisvollen Skulpturen
aus slawischer Frühzeit. Einen pulsierenden Kontrast zur Zobten-Einsamkeit
bildet dann am Nachmittag die lebendige niederschlesische Metropole
Breslau / Wrocław, wo wir Quartier in einem zentralen 3-Sterne-Hotel
beziehen.
Sa.: Die Blume Europas – Breslau
Wir besuchen die Universität, den jüdischen Friedhof und andere
Sehenswürdigkeiten, die ein eindrucks-volles Bild von der historischen
und heutigen Bedeu-tung dieser Großstadt vermitteln, für die
ein Tag eigentlich zu wenig ist. Natürlich bleibt auch Zeit für
einen individuellen Stadtbummel. – Mit schlesischen Spezialitäten
feiern wir gemeinsam Abschied.

So.: Abschied und Abreise
Die Zug-Rückfahrt von Breslau nach Deutschland geht über Görlitz (z.B. Br. ab 10.32 h / G. an 13.43 h) und Dresden (Br. ab 13.05 h, D. an: 16.32 h). Oder über Berlin (z.B. ab 11.32 h, Berlin an: 17.30 h; oder Nachtzug ab: 0.24 h, Berlin an: 8.06 h.) Breslau-Berlin ab 29 €: s.S.50. Weiter
Möglichkeiten sind Rückflug oder preiswerte Linienbusse (www.deutsche-touring.com,
Tel: 01805-790303).

Historische Kurzerläuterung zur Reiseregion:
Schlesien war und ist eine der wichtigsten Brückenlandschaften im östlichen
Mitteleuropa. Ursprünglich slawisch besiedelt, war es anfangs Spielball
zwischen polnischen und böhmischen Fürsten. Ab 1200 wurden vom polnischen
Piasten-Herzog Boleslaw deutsche Siedler ins Land geholt. Wenig später
geriet Schlesien unter böhmische Herrschaft, im 16.Jahrhundert wurde
es habsburgisch. Im 18. Jahrhundert eroberte es Friedrich der Große für
Preußen. Nach dem 2.Weltkrieg wurden die Deutschen als Folge des Naziterrors
vertrieben. Danach wurden Polen dorthin zwangsumgesiedelt, die in den
von Russland besetzten Gebieten Ostpolens nicht bleiben konnten und durften.
Niederschlesien ist also einerseits eine Region voller
kultureller Reichtümer, geprägt von alten Städten wie Breslau,
Glatz, Görlitz, Hirschberg und Schweidnitz, mit geschichtlicher Patina
und neuem Glanz und Leben. Auf der anderen Seite hat Niederschlesien
mannigfaltige liebliche und dramatische Landschaften. Bei unseren Begegnungen
mit Menschen, Dichtern und Denkmälern entwickelt sich ein farbiges
Mosaik einer bewegten Region.
Reiseleitung:
Karin Thomas-Martin
Jola Graczyk
Leistungen Schlesien-Reisen
. 8 Übernachtungen mit Halbpension
. 2 kompetente und engagierte Begleitpersonen
. alle Programmfahrten von Görlitz bis Breslau . ReferentInnen,
Kulturprogramm, alle Eintritte
. fundiertes Karten-, Lese- und Infomaterial
2 Reiseleiterinnen, 7 bis 17 Teilnehmer
Vielleicht wollen Sie (z.B. in Wroclav / Breslau oder Görlitz) verlängern? Tagesaktuell die besten Hotelpreise und Buchungsbedingungen bekommen Sie über www.hrs.de
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Die Reise ist 2009 bereits
ausgebucht
und erst 2011
wieder im Programm
Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.
Diese Reise findet
im
jährlichen Wechsel mit
" Schlesisches Arkadien "
(Oberschlesien) statt.
=
Frei =
Restplätze =
Ausgebucht |

Alle
Reisegebiete als pdf

" Wie war´s? "
Wir fragten unsere Gäste:
Wieder so eine wunderbare und vielfältige Reise. Die Begeisterung
von Karin und Jola war ansteckend. Das Leseheft mit seinen literarischen
Kostproben vom Feinsten. Die Begegnungen waren ein intensiver Einblick
in die Lebenssituation und den gesellschaftlichen Wandel in Polen.
(Oktober 2006)

... wirklich eine sehr ausgewogene Mischung von Wandern und Kultur.
Die Reiseleiterinnen, beide auf eigene Art kompetent und engagiert,
ergänzten und verstanden sich sehr gut. Gut fand ich auch
die Benutzung von öffentlichen Bussen, Zug und Straßenbahn
und das landestypische Essen. Einziger Mangel: dass die beiden
folgenden Unterkünfte mit dem ersten atmosphärisch dichten
Schlosshotel nicht mehr mithalten konnten. (Oktober 2006)


Dass ich auf das Reiseangebot stieß, war ein Glücksfall. Zwei liebenswürdige Reiseleiterinnen brachten uns bei herrlichem Frühlingswetter Land und Leute näher, konfrontierten uns mit Geschichte und Gegenwart, mit Kultur und Brauchtum und zeigten dabei eine nicht nachlassende Freude, uns ein umfassendes Bild dieser polnischen Landschaft zu vermitteln. Dabei waren beide stets um unser Wohl besorgt. Selbst persönliche Wünsche wurden erfüllt: Begleitung zum Elternhaus meines Vaters in Schweidnitz, sodass ich Kontakt mit den Bewohnern aufnehmen konnte ... (Mai 2009)

...war einer der vielen unverhofften Glanzpunkte
der Reise, die überhaupt
so schön und anregend war, dass sie mich noch lange beschäftigen
wird und dass ich sie ohne Zögern noch einmal miterleben wollte
- wenn es nicht mir noch unbekannte Begegnung-mit-Böhmen-Reisen
gäbe, die mich auch noch brennend interessieren.
Nochmals herzlichen Dank für diese gelungene, unbeschwerte,
mir kostbare Ferienwoche.
(Mai 2006)


Als Reiseliteratur empfehlen wir
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