Literarisch reisen / Wandern / Bildungsreise / Lesereise
in Tschechien / Böhmen / Böhmerwald und Moldautal / Krumau
"Hochwald"
Literatur-Wandern im Böhmerwald mit
Stifter, Klostermann, Urzidil, Hrabal, Holub ...
Adalbert Stifters intensive Schilderungen machten den Böhmerwald zum literarischen Naturort schlechthin.
Entdecken Sie mit Hilfe der Dichtung eine unvergessliche Ur- und Kulturlandschaft. Die Mischung aus Laufen und Lesen wird zur Anregung für Körper und Geist. Wir wandern in den Herzlandschaften des Nationalparks, pro Tag 10 bis 17 km. Beschaulich, ohne sportliche Ambitionen. Und wir entdecken die großen Kulturwerke, die der Mensch dem Wald abgetrotzt hat: den Schwarzenberger Schwemmkanal, die Klosterbibliothek von Hohenfurt und am Ende das UNESCO-Welterbe Krumau /Cesky Krumlov.
Jahrzehnte
war das Herzland des Böhmerwaldes ein unzugängliches Niemandsland. Jetzt hat sich diese faszinierende
Ur- und Kulturlandschaft wieder für Besucher geöffnet. Malerische "Böhmische
Dörfer", in denen die Zeit stehen geblieben scheint, können
wieder entdeckt werden. Heute ist aus der Grenzzone ein riesiger Nationalpark
geworden, der diesen Namen verdient: einzigartige Hochmoore, Bergseen,
verschlungene Bachläufe und Flußauen - und dann die Moldau:
das ist Literatur-Wandern in Tschechien.
Anforderungen Die Wanderstrecken betragen 10 -
15 km. Sie sind nicht schwierig und meist flach. Wanderstiefel sind Voraussetzung.
Wichtig sind auch eine Thermoskanne und eine Sitzunterlage, da
wir viel im Freien sitzen und lesen werden. (Ev. kleine Alumatte)
Reisebegleiter und Referenten: Der
begeisternde Journalist und Literaturkenner Arthur
Schnabl und der kompetent-gelassene Touristiker und Dolmetscher Jiri Franc aus Klatovy begleiten die Reise. Dazu kommen weitere Kulturkenner.

PROGRAMM
Sa.: Anfahrt.
Treffpunkt und Abholung am Bahnhof Bay. Eisenstein, 15.13 h. Waldbahn ab IC-Station Plattling. Genaues im Anschreiben.
Mit dem Bus ist es 1 Stunde über Gutwasser / Dobra Voda (alter Wallfahrtsort, dann Hauptquartier der Grenztruppen, heute jüdisches Museum). Der eindrucksvolle moderne Glasaltar einer tschechischen Künstlerin in der devastierten Kirche spiegelt ein neues Verständnis für die deutsche Geschichte dieser Region.
Wir wohnen in traumhafter Lage im ehemaligen Forsthaus des Fürsten Schwarzenberg in der Streusiedlung Filipova Hut´/Philippshütten.

So.: Waldgold (Bergreichstein und Drachenfels)
Mit dem Bus durchs Otawatal in die alte Goldstadt Bergreichenstein, von der Karel Klostermann so anschaulich erzählt. Die in ihrer gotischen Schlichtheit eindrucksvolle Bergmannskirche St. Nikolaus berichtet von diesen Zeiten, als de kleine Stadt das wirtschaftliche Herz Böhmens war. Nachmittags eine Wanderung über die Einöde Ziegenruck zum Drachenfelsen über der Vydra. An diesem mythischen Ort können wir die Stille hören. (10 km, mit kräftigem Anstieg.)
Mo.: Wassermusik (Vydra und Hammerbach)
Auf dem alten Salzweg „Goldener Steig“ wandern wir über die Streusiedlung Horská Kvilda am schönsten Bach des Böhmerwaldes, dem goldführenden Hammerbach und an der felsübersähten Vydra entlang zur alten Vinzenzsäge, wo Bedrich Smetana zu seiner „Moldau“ inspiriert wurde. (17 km, vorwiegend bergab.)
Abends wird uns der Böhmerwäldler Egon Urmann viel erzählen.
Di.: Verschwundene Dörfer (Grenzwanderung)
Weiterfahrt in unser 2. Quartier in den Süden nach Vyšší Brod / Hohenfurt an der Moldau.Unterwegs machen wir Halt in Cesky Zlebi / Böhmisch Röhren, dem Heimatort unseres Freundes Egon Urmann. Der Friedhof erzählt fast so guteGeschichten wie die Literatur. Dann wandern wir mit Egon noch ein Stück an der Grenze durch die melancholische Landschaft der verschwundenen deutschen Dörfer von Böhmisch-Röhren bis Nove Udoli (13 km, eben). Diese alte Weidelandschaft an der Grenze hinterläßt einen tiefen Eindruck. Von Nove Udoli bringt uns die Waldbahn Richtung Vyšši Brod, in unser neues Quartier. Am Weg besuchen wir noch das Geburtshaus Adalbert Stifters in Oberplan / Horni Plana, das als reizvoll-authentische Gedenkstätte für den größten Autor des Böhmerwaldes liebevoll erhalten und betreut wird. .

Mi.: Von Teufeln und Wassermännern (an der Moldau)
Von Vyšši Brod wandern wir den schönsten Moldauabschnitt entlang. Schwer zu glauben, dass ihn ausgerechnet der Teufel schuf. Aber die wilden Steintrümmer in der Moldau belegen, dass er wirklich das Kloster Hohenfurth ersäufen wollte. (6 km, flach.) Mit dem Zug geht es bequem zurück. Die "Waldläufer" können dann noch über den steilen Kreuzweg „Maria Rast“ zurücwandern (dann sind es insgesamt 13 km.) Am späten Nachmittag erleben Sie noch das Stift Hohenfurth mit seiner hinreißenden Barockbibliothek.
Do.: Weltkultur im Wald: Krumau - vergessen von der Moderne
Ein Architekturjuwel im Wald – so könnte man das Städtchen Krumau / Cesky Krumlov bezeichnen. Ausgerechnet an den Ausläufern des wilden Böhmerwaldes hat sich der schönste Ort Böhmens niedergelassen. Da mag der Webersohn Adalbert Stifter aus dem nahen Oberplan gestaunt haben, als er diese Pracht sah! Ein Musterkatalog für Gotik, Renaissance und Barock. Gerade noch rechtzeitig hat man diese Stadt vor dem Verfall gerettet. Heute ist die ehemalige Residenzstadt der Fürsten Schwarzenberg Weltkulturerbe. Ein Tag reicht beinahe nicht, um alles zu erkunden: Schloß, Barocktheater, Egon-Schiele-Zentrum, Park und neuerdings ein weiteres Kleinod: Die Villa der Fotografen-Dynastie Seidel.
Fr.: Hochwald – Wanderung zum Plöckensteinsee
Durch den malerischsten Teil des Böhmerwaldes geht es zu Stifters Zaubersee. Am "(s)achten Weltwunder" des Schwarzenberger Schwem-kanals entlang, durchs Steinerne Meer, erreichen wir Stifters Sehnsuchtsort unter der Plöckensteinwand: „Lieg in hohes Gras gebettet, schaue sehnend nach der Felswand.“ Natur als Mythos. Aber der Zeitenwandel macht selbst vor dieser nicht mythischen Stelle nicht Halt, wie die toten Bäume ringsherum beweisen. Konditionsstarke können noch die Wand zum Stifterobelisken ersteigen und haben dann einen großartigen Blick über See und Moldauauen. Zurück ins ehemalige Holzfällerdorf Jelení, das Feriendomizil des böhmischen Literaturklassikers Johannes Urzidil war. (15 / 18 km.)
Sa.: Frühstück und Heimfahrt
Spätestens bis 11.30 h bringen wir Sie zum Bahnhof Bay. Eisenstein, sodass Sie vor 13 h am IC-Bhf. Plattling sind.
Nähere Infos (u.a. Reisetips, Kartenmaterial und ein gesondert zur Reise zusammengestelltes umfangreiches Lesebuch) schicken wir spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn zu.

- 7 Übernachtungen mit Halbpension
- 2 Kompetente Reisebegleitungen
- alle Fahrten laut Programm
- Führungen, Eintritte, Kulturprogramm, Lesungen
- ausführliches Karten,- Lese- und Infomaterial
20.07. - 27.07. 
12.10. - 19.10. 
Reisepreis: 750 €
EZ - Zuschlag: 140 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht
Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“)
findet die Reise natürlich sicher statt.
Maximalzahl der Mitreisenden: 17;
die Mindestteilnehmerzahl ist 8.
Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindetteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.
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20.07. - 27.07. 
12.10. - 19.10. 
Reisepreis: 750 €
EZ - Zuschlag: 140 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht
Nach 10 Jahren Pause haben wir unseren LiteraTour-Klassiker
wieder im Programm!
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Unser erstes Hotel:
Anfahrt mit dem eigenen Auto
Alle unsere Reisegebiete
im Osten Mitteleuropas

Bahnhof im Wald: Bay. Eisenstein

Dorf Zwoischen am Drachenfels

Goldland: Der Hammerbach

Im Land der verschwundenen Dörfer



Lesung im Stifterhaus in Oberplan

Stift Hohenfurt mit Bibliothek


Fuehrung durch Krumau mit Ivan Slavík



Wanderung zum Plöckensteinsee



