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Literarische Reise durch Böhmen und Sachsen, Erzgebirge.

Zwischen Böhmen und Sachsen dehnen sich die sanften Hügel des Erzgebirges. Bunte Wiesen, umschlossen von düsteren Wäldern, vergessene Orte im Schatten einstigen Ruhms, Wege, die im Nichts enden ... Einst drehte sich hier alles um die Schätze der Erde. Silber machte die Region reich. Heute ist es hier ruhig, und auf der tschechischen Seite scheint die Zeit regelrecht still zu stehen.
Unsere literarische Reise führt durch das unbekannte böhmische Erzgebirge und bietet interessante Abstecher nach Sachsen.

Reisebegleiter sind Arthur Schnabl und Blanka Návratová.

PROGRAMM

Samstag: Anreise, 1. Treffpunkt am Bahnhof Horní Blatná
(Anfahrt z. B. über Zwickau, Joh.georgenstadt: ab 16.27, H.B. an 16.40)
Unser kleines Hotel Ochsendorf liegt nahe dem Bahnhof, am Rand des Städtchens Horní Blatná. Früher war „Bergstadt Platten“ Zentrum einer bedeutenden Montanbaulandschaft, die sich inzwischen um das UNESCO-Kultursiegel bemüht. Heute führen die wenigen Einwohner ein geruhsames Leben im Schatten des einstigen Ruhms.

Sonntag: Der Schatz im Silbertal – Joachimsthal oder Jáchymov
Der erste Tag führt uns ins Herz des „Silberlandes“. Einst war Joachimsthal die wichtigste Stadt Böhmens. Das Museum im „Königl. Münzhaus“ erzählt von diesen großen Zeiten. Und von den schlimmen, als Häftlinge mit bloßen Händen Uran abbauen mussten und „Jáchymov“ zum Schreckensnamen wurde. Wir gehen diesen Spuren im „Stollen Nr.1“ nach. Ein eindrucksvoller Spaziergang, bei dem uns der Roman „Jáchymov“ von Josef Haslinger begleitet.

Reisen im schönen Erzgebirge

Montag: Marzebillas Reich – Wanderung zu vergessenen Dörfern
Die sanften Hänge um Horní Blatná laden zum beschaulichen Wandern ein. Auf einsamen Wegen suchen wir die Spuren verschwundener Siedlungen und vergessener Arbeit. Der Bergbau hat schluchtenartige Spuren in der Landschaft hinterlassen, die sogenannten „Pingen“. Am Ende kommen wir in den verlorenen Weiler Königsmühle, wo Marzebilla, die Berghexe, aus den leeren Fensterhöhlen schaut und seltsame Dinge in den Bäumen hängen. (10km)

Dienstag: Freiheit und Wismut – die Republik Schwarzenberg
Mit Bahn oder Bus von Horní Blatná nach Sachsen, ins hübsche Städtchen Schwarzenberg. Hier wurde 1945 ein politisches Experiment durchgeführt, das nach den Jahren der NS-Diktatur geradezu utopisch wirkte. Die ostdeutschen Autoren Stephan Heym und Volker Braun erinnern an die Tage der „Freien Republik“. Später hat Werner Bräunig den „Wismut-Alltag“ der DDR in große Literatur umgesetzt, die nicht gut bei der Partei ankam. Reizvoll ist auch der Besuch einer außergewöhnlichen Mittagskneipe, die handfest mit einer noch nicht lange vergangenen Vergangenheit konfrontiert.

Mittwoch: Sächsische Kostbarkeit – Weiterfahrt nach Duchcov /Dux
Nach der Stille von Horní Blatná geht es nach Teplitz, wo Quellen und Schlösser sich abwechseln. Unterwegs besuchen wir die großartige Annakirche in Annaberg und in Olbernhau ein einmaliges technisch-soziales Denkmal, die Saigerhütte. Und einen ungewöhnlichen Drechslermeister, der den Räuchermännchen modernen Geist eindreht. Im heute eher abgenutzt-verschlafenen Duchcov beziehen wir dann unser 2. Quartier, das „Hotel Casanova“. Wie sein Namensgeber hat es die besten Zeiten hinter sich.

Donnerstag: Erkundungen des Geheimrats im Erzgebirge
Wir wandern auf Goethes Spuren. Von Teplitz aus erkundete er das östliche Erzgebirge. Das Kloster Mariaschein und das Städtchen Graupen interessierten ihn ebenso wie die Geologie der Region. Wir nutzen die Seilbahn zum „Mückentürmchen“, um auf den steilen Kamm des Erzgebirges zu kommen. Dort wandern wir durch eine Wiesenlandschaft, die bis zum Horizont reicht und deren Stille nur durch Lerchengesang unterbrochen wird.

Reisen im schönen Erzgebirge

Freitag: Grenzerfahrungen – am Ende der Welt liegt Sachsen
Von Duchcov schlendern wir durch eine hübsche Teichlandschaft zur eindrucksvollen Klosterkirche von Ossek (6 km, flach). Am Bahnhof nimmt uns dann ein Züglein oder ein Bus mit auf den Kamm des Erzgebirges. Panoramablicke bis zum Böhmischen Paradies. Wir tuckeln zum Grenzbahnhof Moldava, wo 1938 der tschechische Schriftsteller Adolf Branald als Fahrdienstleiter wirkte und erwandern uns gemächlich Wälder und Wiesen. (ca. 7km)

Samstag: „Jakob Casanova“ – der Mythos von Dux und Teplitz
Schloss Dux war ein Treffpunkt für die vornehmen Badegäste aus Tep-litz. 18 Jahre lebte hier Giacomo Casanova als Vorzeigeobjekt des Gra-fen Waldstein. Wir besuchen seine Zimmer.
Am Nachmittag spazieren wir durch die Parks von Teplice, in dessen Bädern schon Goethe, Beethoven und Seume nach Heilung suchten. Heute stoßen die großen Erinnerungen an die feudale Zeit mit der postsozialistischen Gegenwart zusammen.

Sonntag: Heimreise nach dem Frühstück
Wir bringen Sie vor 10h zum nahen Bahnhof Bilinia.Von dort gehen etwa stündlich Züge, sowohl nach Cheb/Eger - Nürnberg als auch nach Děčín - Dresden - Berlin.

Wollen Sie vielleicht noch ein paar Tage in einer der schönsten Städte Europas anschließen? Schauen Sie auf unsere Seite: Prag hautnah.

Leistungen

  • 8 Übernachtungen mit Halbpension
    (alle Zimmer mit Dusche/WC)
  • 2 engagierte und kompetente Reisebegleitungen
  • Alle Fahrten zwischen Horní Blatná und Duchov
  • Wanderführungen, Lesungen,Gespräche
  • Eintrittskarten
  • Ausführliches Karten-, Lese- und Infomaterial

Reisebegleiter: Arthur Schnabl und Blanka Návratová.
Siehe auch: LiterArthurHommage in der TAZ, 20.4.2014

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

Termine 2018
09.06. - 17.06. Es gibt noch freie Plätze
18.08. - 26.08. Es gibt noch freie Plätze

Reisepreis: 830 €
EZ - Zuschlag: 140 €

Bei gelbem Punkt (d.h. „nur noch wenige Plätze frei“) rechts neben Reisetermin findet die Reise sicher statt. - Maximalzahl der Mitreisenden: 18; die Mindestteilnehmerzahl ist 9.
Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

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