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Das Konzept aller Literaturreisen

Seit der Grenzöffnung sind wir auf Kultur/Erlebnisreisen in Böhmen spezialisiert. Wir bieten die Möglichkeit, Böhmen in engagiert begleiteten Kleingruppen (10-16) kennenzulernen. Leiter des sanfttouristischen Projekts ist der Kultur-wissenschaftler Dr. Erwin Aschenbrenner. Zusammen mit Partnern aus Tschechien betreibt er seine Begegnungs-Reisen als attraktive Alter-native zum Massentourismus.

LiteraTouren ins Bücherland Böhmen / Mähren
Eine besonders reizvolle Art, Böhmen zu berei-sen, bieten unsere LiteraTouren. Soviele Dichter haben die "tausend Reize" (R.M.Rilke) dieses Landes geschildert, daß man die Literatur ge-trost als die "vierte" Dimension Böhmens be-zeichnen kann. Sie öffnet neue Blickwinkel und macht die Vergangenheit lebendig.

Lesen und Laufen: Anregung für Körper und Geist
Kultur und Natur, Landschaft und Literatur zu verbinden, ist unser Anliegen. Wer den Spuren der Literatur folgt, sollte sich Zeit lassen. Inten-sives Erleben "geht" nur ohne Eile. Wo immer es möglich ist, gehen wir zu Fuß. Bei längeren Strecken setzen wir unsere Busse oder die Bahn ein.

Begegnung mit der Gegenwart
Literatur braucht Leben. Deshalb ist uns die Begegnung mit Menschen wichtig: mit Literaten, Verlegern, Journalisten und ganz "normalen" Leuten. Menschen sind aber keine Maschinen, so dass wir die geplanten Treffen nicht immer garantieren können. Dafür ergeben sich manch-mal neue und unerwartete Begegnungen.

Die Anforderungen
Die LiteraTouren im Böhmerwald bzw. Riesengebirge sind Wanderreisen (Touren zw. 10 - 20 km); sie sind nicht schwierig, erfordern aber eine gewisse Kondition; v.a. das Riesengebirge hat steile Wege.
In Mähren wird weniger gelaufen, aber drei Wanderungen zwischen 10 und 14 km sind auch hier vorgesehen. Ähnliche Strecken (6-11 km) sind es bei der Goethe-Tour im Bäderdreieck.
Auch in Prag "erlaufen" wir die Stadt.

Also festes Schuhwerk für alle Reisen, Wanderstiefel für Böhmerwald und Riesengebirge. Dazu vielleicht eine Sitzunterlage (am besten eine kleine Alu-Matte), da wir viel draußen sitzen und lesen.

Teilnehmerzahl: 8 bis 16

 

Was schreibt die Presse:

Das rechte Wort zur rechten Zeit am rechten Ort: "Stoßen wir an, und trinken wir´s still aus", zitiert Arthur den mährischen Lyriker Jan Skacel, "keinem erzählen wir, was der Wein von uns weiß."Stoßen wir an, an diesem sonnigen Nachmittag auf einer Terrasse im südmährischen Weindorf Pavlov.
14 Reisende sind wir, dazu zwei Reiseleiter, die übersprudeln vor Begeisterung und diese vom ersten Tag an auf uns übertragen: Arthur Schnabl, der belesene Germanist und Komödiant aus Regensburg, und die 27- Jährige Pragerin Lenka Hubackova, ebenso energische wie seelenvolle Vertreterin ihres Landes. Wollen uns Mähren näher bringen, jenes Gebiet im Südosten Tschechiens, und seine Dichter, Vertreter der drei Kulturen, die den Landstrich prägten: der tschechischen, der jüdischen und der deutschen..
Dies ist eine ruhige Reise, angepasst dem Pulsschlag des Landes. Vor allem ist auf den leichten Wanderungen viel Zeit, miteinander zu reden. Über Schulen am Kongo, die Benesch-Dekrete und die Anzucht von Baumpäonien. Mittags und Abends essen wir uns durch Palatschinken, Sauerkrautsuppe und käsegefüllte Kartoffelpuffer, vergleichen Staropramen und Pilsner Urquell, setzen einen Becherovka drauf und geniessen mit allen Sinnen. Und immer wieder und überall begegnen wir der Literatur.
...
Als Abschluss des Tages denke man sich Heinrich und Georg, zwei nicht mehr ganz taufrische Herren, die sich, einfach weil es so schön war, zu Fuß auf den Rückweg über die Palauer Berge machen und selbstvergessen, weinseelig und lauthals die Prähistorie der Informationstechnik im Deutschland der siebziger Jahre debattieren, während ein blasser Vollmond aufzieht und der Geist von Jan Skacel irgendwie zwischen den Kiefernstämmen zu schweben scheint. Man ahnt, vielleicht, ein wenig vom Zauber dieser Reise.
DIE ZEIT, 08.08.2002

Versenkt man den Blick nicht nur in die Bücher, dann kann eine literarische Tour auf Goethes böhmischen Spuren eine verstörend reale Reise durch eine ebenso beschädigte wie faszinierende Kulturlandschaft werden, in der man unter dem Schutt der Geschichte noch immer den Mythos "Böhmen" zu spüren glaubt: das humane Ideal einer kultivierten und doch geheimnisvollen Natur.
Goethe überall im Bäderdreieck. Aber es gibt noch viele großartige Autoren, die hier kurten: Ebner-Eschenbach, Gogol, Kafka, Mark Twain, Urzdil...
...1938, kurz vor dem Einmarsch der Deutschen, besucht er noch einmal das "magische Dorf", den Geburtsort seines Vaters in einer der stillsten Ecke des Egerlandes: als "letzter Gast", wie seine im New Yorcker Exil entstandene Erzählung heißt. Aus fünf Häusern und einer Kirche bestand Schipin, schon damals ein einsamer Ort. Auf der Karte führt keine Straße dorthin. Ob es den Ort überhaupt noch gibt? Doch dann findet man einen zugewachsenen Anstieg. Im Moos zwischen den Bäumen duckt sich ein betonierter Sehschlitz: ein Bunker aus jener Zeit, als sich die Tschechoslowakei auf einen Krieg mit Nazi-Deutschland vorbereitete. Plötzlich ist der Anstieg zu Ende, und zwischen verkrümmten Apfelbäumen leuchtet eine rote Turmspitze. Auf einer Waldlichtung, in völliger Einsamkeit, stehen eine Kirche und drei Häuser. Ein gepflegtes Idyll statt der erwarteten Ödnis. Unter die alten Apfelbäume gelagert, lesen wir Urzdils "Der letzte Gast". Ein alter Mann sieht misstrauisch zu uns herüber. Dann sagt er "Grüß Gott", denn er kommt aus München. Einer der von hier stammt und nun Zeitweise auf die Kirche aufpasst, die von den Vertriebenen der Umgebung wieder hergerichtet wurde. Ihre Abgeschiedenheit hatte sie überleben lassen. Nach eingehender Überprüfung werden wir hineingelassen ...
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.1999

(...) gerade diese Landschaft ist wie kaum eine andere durch die Dichtung, vor allem das Werk Adalbert Stifters, zu einer Chiffre des Überzeitlichen geworden, und so ist eine Reise hierher die Begegnung der literarischen mit der politischen Zeit (...) Der weite Blick und der leise Wind verbinden sich mit ihnen zu einer verführerischen Sprachmelodie, die die Aufmerksamkeit wegzieht von den Wörtern, über die Bäume hinauf zum Plöckensteinsee: "Oft entsiegt mir ein und derselbe Gedanke, wenn ich an seinen Gestaden saß - als sei es ein unheimlich Naturauge, das mich hier ansehe - tief schwarz - überragt von der Stirn und der Braue der Felsen, gesäumt von der Wimper dunkler Tannen - drin das Wasser regungslos, wie eine versteinerte Träne." In solchen Sätzen kann man versinken. (...)
Frankfurter Allgemeine, 2.1. ´97

Sehr beliebt sind die LiteraTouren mit Lesungen an Original-Schauplätzen. Ob in Böhmen, Mähren oder Prag - überall finden sich Spuren großer Literaten von einst und heute. Auf den Reisen verweben sich die Geschichten von Kafka, Rilke, Musil oder auch Kundera ganz natürlich mit den besuchten Örtlichkeiten. Hoch oben beim Plöckensteinsee, den Stifter einst mit einer "versteinerten Träne" verglich, gruppiert sich die Reisegruppe um das Denkmal des Dichters und lauscht seinen anmutigen Versen. Von dort reicht der Blick über den Lipnostausee bis zur Plöckensteinwand, wo man auch heute noch ein Stück Stacheldrahtzaun als Erinnerung an die Zeit des Kalten Krieges finden kann.
Der Allgemeinarzt, 07/2001

Wandern und Lesen

Auf Stifters und
Klostermanns Spuren


Von Rübezahls Reich ins böhmische Paradies

Zwischen Caféaus und Kneipe -
Prag und seine Dichter


Mit Goethe und anderen
durchs Bäderdreieck

26.05. - 02.06.2018 Es gibt noch freie Plätze
21.07. - 28.07.2018 Es gibt noch freie Plätze

Literarisches Mähren -
Stille Dörfer, bunte Städte

23.06. - 30.06.2018 Es gibt noch freie Plätze
06.10. - 13.10.2018 Es gibt noch freie Plätze

Es gibt noch freie Plätze = Frei = Restplätze Leider Ausgebucht = Ausgebucht

Wandern in Tschechien