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Zwischen Caféhaus und Kneipe
Prag und seine Dichter

Prag hat eine Literaturtopographie ohnegleichen. Mythos und Moderne, Rausch und Nüchternheit begegnen sich auf Schritt und Tritt. Unsere urbanen Wanderungen zwischen Bierstuben und Palästen, Hinterhöfen und Vorstädten sind so krumm und ungewöhnlich wie die Prager Literatur. Wir wohnen direkt am Wenzelsplatz, im "Europa", dem schönsten Jugendstil-Hotel Prags. Hier hat schon Kafka im Spiegelsaal gelesen. Die Zeit hat es arg ramponiert, aber nicht untergekriegt. Einfache Zimmer, aber große Atmosphäre.

"Ich kenne keine Stadt, die wie Prag einen so oft und in so merkwürdig zauberhafter Art lockt, die Orte ihrer Vergangenheit aufzusuchen. Es ist, als riefen die Toten die Lebenden bis an die Stellen, wo sie einst ihr Dasein verbracht ..." (Gustav Meyrink) 

"Das Leben ist zum Verrücktwerden schön; nicht daß es so wäre, aber ich sehe es so ..." (Bohumil Hrabal)

Einen sehr ausführlichen Bericht über eine Prag-Reise (Jüdisches Prag mit vielen Überschneidungen zum "literarischen") hat unser Stammkunde Christian Bruenig verfasst. Wir stellen diesen hier mit ins Netz
.
Reisebericht "Jüdisch-literarisches Prag"
von unserem Stammkunden Christian Bruenig

Konzept
Autoren wie Kafka, Werfel, Kisch, Rilke, Meyrink, Neruda, Hasek, Capek, Havel und Hrabal machten und machen Prag zu einer der faszinierendsten Literaturmetropolen Europas. Aber mit der Literatur ist das so eine Sache: was uns heute fasziniert, verstaubt morgen im Bücherregal. Da kann es frischen Wind in unsere Leselust bringen, sich an literarische Originalschauplätze zu begeben. Wo haben sie ihre Spuren hinterlassen: der Svejk, der Golem, Josef K., Rudolf II, die "Roboter", Onkel Pepin und wie sie alle heißen?

Neben den bekannten Cafes und Kneipen, der Alt-Neu-Synagoge oder Kafkas Versicherungsanstalt steht Überraschendes und Unbekanntes auf dem Programm. Was hat das größte Sportstadion der Welt mit Kafka zu tun? Oder warum hat der große Autor Bohumil Hrabal jahrelang Bücher vernichtet? "Das sind, bitte, alles Dinge von einem gewissen Interesse", möchte Josef Sveijk sagen und, wenn er Hrabal gekannt hätte, würde er fortfahren: "Bei uns in der Spalena-Gasse arbeitete ein gewisser Hrabal, ein braver Mensch, der ..." - also auf in die Spalena-Gasse!!

Reisebegleiter und Referenten:
Die Reise wird von dem Literaturkenner und Journalisten Arthur Schnabl und der Touristik-Fachfrau Lenka Hubackova begleitet. Neben den unkonventionellen literari-schen Führungen durch die Innen- und Außenbezirke Prags haben Sie auch Gelegenheit zu einer intensiven konventionellen Führung durch die Prager Burg.

Weitere Besonderheiten: kleine Gruppen (8 - 16 Personen), und intensive Reisebegleitung: meist 2 Personen.

Dazu das besondere Flair der Unterkunft
Wir wohnen am Wenzelsplatz, im Hotel Europa, dem schönsten Jugendstilhotel Prags. Seiner melancholischen Eleganz stecken noch 40 Jahre Sozialismus (Etagenbäder) in den Knochen. Und dennoch, oder vielleicht deswegen, besitzt es eine historische Atmosphäre wie kein anderes Prager Hotel. Kein Wunder: Im Spiegelsaal, den wir ab und zu für Lesungen benutzen, hat schon Kafka aus seinen Werken vorgetragen ... Vom Hotel aus können wir die berühmtesten Literaturorte in Alt-, Neu- und Judenstadt zu Fuß erreichen. Ansonsten bringen uns die schnellen Metro- oder die gemütlichen Straßenbahnen zu den schönsten und skurrilsten Orten ...

Reiseverlauf

Samstag - Anfahrt und Einführung Treffpunkt: Hotel Europa, am Wenzelsplatz, ca. 18.00 h, 10 Min. vom Hauptbahnhof - zu Fuß oder mit Metro. Genaues im Anschreiben.

Zur Einführung ein Gang über Wenzelsplatz und Graben. Hier schrieb das Prager Tagblatt Zeitungsgeschichte. Rilke, Kisch, Brod, Meyrink und Werfel gingen hier zur Schule.
Einführungsabend mit Vorstellungsrunde

Sonntag - Paläste und Pawlatschen (Neruda)
Vormittags auf die Kleinseite, zu Adelspalästen und Kleine-Leute-Hinterhöfen. An den stillen Moldauufern und in den Gassen des Nový Svet spürt man immer noch die Stimmung des 19. Jahrhunderts und das Flair der "Kleinseitner Geschichten" von Jan Neruda. Am Nachmittag zum Hradschin mit Stadtführer Ing. Dušan Dohnal. Der Tag endet mit Gedichten "über" Prag.

Montag - Die Geheimnisse von Prag (Meyrink, Perutz)
Auf den Spuren des Golem durch die Josefstadt, das ehemalige Judenviertel, wo Großstadtmoderne auf jüdische Mystik trifft. In der Pinchassynagoge eine anrührende Begegnung mit dem dunkelsten Kapitel der deutsch- jüdischen Geschichte. Nachmittags nach Olsany: Auf dem dortigen jüdischen Friedhof sind neben Franz Kafka noch viele bedeutende Personen der Prager Geschichte begraben. Später Besuch beim Vitalis-Verlag, dem Prager Verlag für deutschsprachige Literatur.

Dienstag - Mütterchen mit Krallen (Kafka) 
Kafkas Prager Lebensbereich deckt sich mit der Altstadt: Graben, Pulverturm, Altstädter Ring. Selbst hier gibt es - trotz allem Trubel - noch versteckte Ecken zum Lesen. Und ganz neu: ein interessanter Besuch bei Kafkas Büchern.
Am Nachmittag folgen wir dem Spaziergänger Kafka über seinen Hausberg Petrín zur einer riesigen "Hinrichtungsstät-te", wo der literarische Irrsinn politische Gestalt angenom-men hat.

Mittwoch - Von Gifthütten und Irrenhäusern (Hašek)
Auf den notorisch krummen Spuren von Jaroslav Hašek und Josef Švejk wandern wir durch die Prager Neustadt. Nebenbei kommen uns auch noch Jan Hus und der erste Prager Fenstersturz unter, sowie eine Gifthütte, eine Gebärklinik. Nachmittags frei für eigene Prag-Exkursionen.

Donnerstag - Die Kneipe als Kosmos (Hrabal)
Bohumil Hrabal, der große Kneipen-Erzähler, führt uns mit seinen skurrilen Geschichten in elende Lokale und pompöse Hotels. Später dann in das Arbeiterviertel Liben, wo uns ein unglaublicher Ort der Literatur erwartet. - Nachmittags mit der Straßenbahn aufs Letna-Plateau, wo schon Stalin die großartige Aussicht auf Prag genoss (bis man ihm 1600 Löcher ins steinerne Herz bohrte; alles weitere bei Hrabal).

Freitag Absurdes Theater als Widerstand (Havel)
Am letzten Tag erleben wir das Prag des Václav Havel: von der prächtigen Lucerna-Passage über das Literatur-Café Slavia zum Theater "Am Geländer", wo der Kulissenschieber Václav Havel zum Autor wurde. Danach zum Vysehrad, der mythischen Geburtsstätte Prags. Bei den Gräbern von Jan Neruda, Karel Capek und Antonin Dvorak nehmen wir melancholisch Abschied von Prag.
Abschiedsabend

Samstag - Rückfahrt Ein langes Frühstück, vielleicht noch ein Einkaufsbummel ... Wer will, kann einen oder mehrere Tage anhängen. Kosten: ca. DM 95 pro Tag (für 1/2 Doppelzimmer, Übernachtung mit Frühst.) Die Woche wird sicher viele Anregungen geschaffen haben für individuelle Entdeckungstouren durch Prag.

Die Programmpunkte der Reise sind Vorschläge, die sich - abhängig von Wetter, Stimmung etc. - verändern lassen.
Auf besondere Interessen gehen wir gerne ein.

Wer z.B. eigene Prager Geschichten mitbringen oder lesen will, ist herzlichst willkommen. Das Grundkonzept der Tagesabläufe wollen wir freilich einhalten. Die einzelnen Tage haben eine Zuordnung zu einem oder zwei Prager Viertel und zu einem Autoren. Freilich kommen auch andere Prager Autoren (wie Rilke, Capek, Kisch, Werfel, Urzidil) zu Wort. Wir gehen natürlich auf die Kondition der TeilnehmerInnen ein. - Es gibt Alternativen für "Vielgeher" und "Fußmüde".

Nähere Infos (u.a. Reisetipps, Kartenmaterial und ein gesondert zusammengestelltes umfangreiches Reise-e-Lesebuch) schicken wir spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn zu.

Leistungen / Preise

- 7 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Europa
- 2 Begleitpersonen
- alle Fahrten in Prag
- Stadtführungen, Gesprächsabende
- Eintrittskarten bei den Gruppenführungen
- intensives Karten-, Lese- und Infomaterial

Reisepreis: €
EZ - Zuschlag: €

Zimmer mit Dusche/WC: € 700.-
Einzelzimmer mit Etagendusche: € 640.-
Einzelzimmer mit Dusche/WC: € 890.-


Veranstalter ist "Begegnung mit Böhmen", Dr. Erwin   Aschenbrenner.
  
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Reisebericht "Jüdisch-literarisches Prag"
von unserem Stammkunden Christian Bruenig

Prag Hotel Europa

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Das witzigste Literaturdenkmal steht in Prag

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Prag erleben...
iteratur zwischen Kneipe und Cafehaus.

Unser Geheimtip - ein Cafe in Assyrischem Jugendstil


 " Wie war´s? "
Wir fragten unsere Gäste :

"Eine Woche nach der Literaturreise war ich noch wie gefangen von diesem großen Erlebnis. Es hätte nicht schöner sein können." (Dezember 2001)

" ... eine außergewöhnliche Prag-Reise ... Ganz besonders nehme ich mit die Kenntnisse unserer Führer, ihre Aufopfe-rung für uns alle und ihre unendliche Geduld ... soviel Literatur an den seltsamsten Örtlichkeiten ... Wir haben nicht im "Kelch" gesessen, sondern in für den Schwejk viel angemesseneren Kneipen. Unsere Spaziergänge bei Regen, Wind und Kälte waren ein Gang durch Prag, wie es kaum einer kennt."  (November 98)

Stadtreise Prag
Heiligentheater auf der Karlsbrücke

"Vielen Dank für eine wirklich andere Tour: Litera- Kneipen- Stimmungstour. Vom pivo übern Hermelin bis zur Ansicht Prags aus allen Himmelsrichtungen ein vollauf gelungenes Erlebnis." (Mai 99)

"... herrliche Ausblicke ... hochinteres-sante Besichtigungen, wie sie sicher nicht jedem Touristen geboten werden, stimmungsvolle Lesungen ... Viele Grüße - bis zum nächsten Mal!"
(November 98)

"Abschließend möchte ich nochmal danken, was für eine besondere Reise Sie da ... zuwege gebracht haben ..."
(November 98)

Städtereise Prag und seine Dichter

"Die Konzeption ihrer Literatour schlägt den Pauschaltourismus selbstverständlich um Längen!! Endlich mal Prag gesehen (mehr als bei vielen anderen Besuchen vorher) und bestimmt nicht zum letzten mal mit Ihnen. Danke und machen sie weiter so!" (April 2002)

"Die erste Gruppenreise seit meiner Studienzeit vor Jahrzehnten. Die Anmeldung hielt ich für ein gewisses Wagnis, weil ich befürchtete, eine Reiseleitung sei ein Störfaktor für Individualisten. Ich bin von diesem Grundsatz dank Arthur Schnabl und Lenka Hubackova befreit. Beiden Reiseleitern unseren nochmaligen Dank!" (April 2002)

Jüdisches Prag



Kultur Stadt Prag

Mehr über Kafka: http://www.kafka.de/